FACING THE OTHER – 20 Jahre Freaks und Fremde
14. bis 23. Januar 2027
»FREMDE – Von unerwarteten Begegnungen und widerstreitenden Gefühlen« – so nannte die Compagnie Freaks und Fremde vor 20 Jahren ihre erste gemeinsame Theaterproduktion. Seitdem haben sie dem Fremden, den Fremden und der Fremde immer wieder tief in die Augen geschaut: in den Suburbs von Lahore in Pakistan, am weitverzweigten Amur im Fernen Osten Russlands, in den Straßen von Teheran, in Kohlebergwerken in Kolumbien und nicht zuletzt immer wieder von Angesicht zu Angesicht mit ihrem Publikum in Dresden, auf den Bühnen und auf der Straße. Widerstreitende Gefühle satt!
20 Jahre – das wollen wir mit ihnen feiern, fragend, nachdenklich, ausgelassen. Sie sind vielen wunderbaren Menschen begegnet, haben Geschichten, Arbeitszeit und Inspirationen geteilt. Es haben sich tiefe Arbeitsbeziehungen entwickelt. Sie waren und sind immer wieder Zerreißproben ausgesetzt, haben sich die eine oder andere Beule eingefangen. Sie haben gute Freund*innen und Kolleg*innen verloren, die sie vermissen.
Mit FACING THE OTHER – 20 Jahre Freaks und Fremde lädt die Compagnie ihr Publikum, ihre Freund*innen, Kolleg*innen und Förderer in ihren Kosmos ein: aus Film, Ausstellungen, Archiv, Aufführungen ihrer Produktionen, Theaterabenden, an denen sie mit Kolleg*innen die Bühne teilen oder ihnen die Szene überlassen, mit Diskussionen, Erinnerungen.
Ein FESTival im besten Sinne.
Feiert mit uns das Unbekannte, das Unfassbare.
Lasst uns fragend, unbequem, charmant und kantig bleiben!
Ein Hoch auf den Widerspruch!
Love and Chaos
wünscht Euch das ganze Team
von Freaks und Fremde und vom Societaetstheater
FACING THE OTHER – 20 Jahre Freaks und Fremde wird von der Compagnie Freaks und Fremde in Kooperation mit dem Societaetstheater veranstaltet. Die Vorstellungen finden im Societaetstheater und im Zentralwerk statt.
Gefördert und unterstützt wird das Festival von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, von der Landeshauptstadt Dresden und vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Regie ist das nicht!
Der Dramaturg und Regisseur Jörg Lehmann über seine Arbeit mit der Cie. Freaks und Fremde
Mein erster Kontakt mit der sich damals gerade findenden Compagnie Freaks und Fremde liegt lange zurück. Frühjahr 2007, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, Vorspiel einer Diplominszenierung: »FREMDE«. Ich war nur Zaungast, ich sah die Arbeit und schrieb eine Rezension. Offenbar beeindruckt von der Dichte der Erfindungen, der suggestiven Kraft der Bilder und der Fülle des erzählten Materials. »(Es) entstehen immer wieder assoziative Häfen, in denen sich, Stromschnellen gleich, andere Geschichten auftun und auch erzählt werden wollen…«, und doch hatte der Kritiker etwas zu bemängeln. Beim Bericht von der Kraft der »Geschichten, die erzählt, angerissen, assoziiert werden« erwähnt er höflich die Entstehung einer Sehnsucht »...nach einem Faden, an dem man sich durchs Labyrinth hangeln kann.«
Seitdem sind wir uns wieder und wieder begegnet, vor allem in Proberäumen. Hier ist in vielen intensiven Stunden eine sehr besondere Art des Theatermachens entstanden, in der der Nörgler von einst zum überzeugten Mittäter werden konnte. Die Compagnie – im Kern neben Sabine Köhler / Heiki Ikkola bestehend aus Josia Werth (Lichtdesign), Beate Oxenfart (Video), den Musikern Frieder Zimmermann und Tobias Herzz Hallbauer und vielen anderen – arbeitet, probiert, textet, baut, komponiert. Künstlerinnen und Künstler, die mit Anspruch, Können und Ehrgeiz ihren Teil zu einem Ziel beitragen, dass mitunter erst spät seine Konturen zeigt. Ich stoße dann irgendwann in der Endphase dieses kollektiven Tuns dazu und versuche das, was der Rezensent damals als Aufgabe notiert hat. Nämlich einen Faden in all die entstandenen Qualitäten zu spannen: »Wie dieser einzuziehen ist, ohne das traumhaft-zufällige Gebilde aus ineinander gekeilten Geschichten zu zerstören, darauf darf man sich freuen und gespannt sein. Die Hand darf dabei nicht zittern.« Tut sie immer noch, denn die Frage, was man probierenden, suchenden Menschen wann und wie sagen sollte, ist auch hier nicht abschließend geklärt.
Konstant geblieben ist über all die Jahre die Begegnung mit einer Besessenheit, mit einem Gestus kreativer Unzufriedenheit, mit einer immer wieder sich selbst radikal in Frage stellenden Arbeitshaltung. Immer sind alle übernächtigt und gleichzeitig hellwach, mitunter beginnt ein Regieeinfall mit dem Beschaffen von Kaffee oder Kuchen. Der wiederholte Zusammenstoß mit diesem Geschenk an Kreativität, Wollen und Suchen ist für den Rezensenten von damals zu einer mentalen Tankstelle für heute geworden, für die er dankbar ist. Regie ist das nicht. Aber es macht große Freude.
Januar
14.
Ein Film von Eckart Reichl und der Cie. Freaks und Fremde
Ein Film von Eckart Reichl und der Cie. Freaks und Fremde
15.
Eine Ausstellung mit Fotos von André Wirsig und den Puppen der Cie. Freaks und Fremde
Eine Ausstellung mit Fotos von André Wirsig und den Puppen der Cie. Freaks und Fremde
Cie. Freaks und Fremde nach Lion Feuchtwanger
Cie. Freaks und Fremde nach Lion Feuchtwanger
16.
Das Improvisationsformat mit Freaks und Freunden
Das Improvisationsformat mit Freaks und Freunden
17.
Cie. Freaks und Fremde nach dem Buch von Martin Baltscheit
Cie. Freaks und Fremde nach dem Buch von Martin Baltscheit
Ein Figuren-Animationsfilm von Heinrich Sabl
18.
Ein mutmachender Abend mit Kolleg*innen aus der Freien Szene, Politik und Verwaltung
Ein mutmachender Abend mit Kolleg*innen aus der Freien Szene, Politik und Verwaltung
19.
Cie. Freaks und Fremde feat. Anmut, Mühe, Leidenschaft, Verstand
Cie. Freaks und Fremde feat. Anmut, Mühe, Leidenschaft, Verstand
20.
Raum 305
Eine Theater-Geisterbahn der Cie. Freaks und Fremde
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Präsentiert von thegreatkleinfilms
FACING THE OTHER – FINALE – SHORTIES
FACING THE OTHER – FINALE – SHORTIES