DIE GESCHICHTE VOM FUCHS, DER DEN VERSTAND VERLOR
Cie. Freaks und Fremde nach dem Buch von Martin Baltscheit
Inhalt
Es war einmal ein Fuchs, der wusste alles, was ein Fuchs so wissen muss. Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs, und lebte ein langes Leben voller Abenteuer. Dann aber vergaß der Fuchs, dass er ein Fuchs war ... Der Düsseldorfer Autor Martin Baltscheit hat diese Geschichte aufgeschrieben und schildert das Problem der Demenz mit Witz, Einfühlungsvermögen und Melancholie. Ein Darstellerpaar, ein Musiker und eine Welt aus lebendigen Erinnerungen entfalten diesen Lebenslauf.
In seinen besten Jahren gibt der schlaue Fuchs seine Erfahrungen an die Jungen weiter, wird schließlich alt und vergesslich, bis er vom Baum fällt. Und nun verspotten ihn diejenigen, die einst vor ihm davonliefen. Und den Hunden des Jägers, die er als jugendlicher Zorro hinters Licht führte, droht er zur leichten Beute zu werden. Die jungen Füchse aber pflegen ihn und heilen seine Wunden. Nur seinen Verstand, den heilen sie nicht, denn den hat der Fuchs verloren und keiner weiß, wo genau. Im Zentrum der Bühne steht ein ausgestopfter Fuchs – ein gelebtes Leben, das vor den Augen der Zuschauer noch einmal abschnurrt. Doch die große Uhr, die über allem hängt, gerät ins Stocken, läuft rückwärts und die Zeit bekommt Risse. Konkurrierend, sich ergänzend und spiegelnd erzählen, singen, tanzen und erinnern sich die beiden Darsteller*innen durch dieses Leben. Das letzte Abenteuer ist das Vergessen, und die Geschichte endet wie sie begann: mit einem Foxtrott.
Mitwirkende
Idee, Ausstattung, Spiel: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Komposition, Live-Musik: Frieder Zimmermann | Mitarbeit Regie: Rüdiger Pape | Dramaturgie: Jutta M. Staerk | Künstlerische Mitarbeit: Max Reiniger | Lichtdesign: Falk Dittrich, Josia Werth | Aufführungsrechte: Theaterverlag Weitendorf | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Eine Koproduktion mit dem Comedia Theater Köln.
Dauer: 70 Minuten
20 Jahre Freaks und Fremde
- Voll:
- 16 Euro
- Ermäßigt:
- 10 Euro
- Kinder bis 14 Jahre:
- 8 Euro
Beim Ticketkauf online und bei einer Reservix-Vorverkaufsstelle fallen Gebühren an. Diese entfallen beim Kauf an unserer Theaterkasse.
Ergänzungen / Hinweise
Für alle Menschen ab 6 Jahren.
Pressezitate
»Was für eine Inszenierung, welch fuchsische Präsenz, nie war der ALTE wahrer und rührender. Euer gemeinsames Spiel, die Musik, diese sagenhafte Atmosphäre, ich habe das alles immer vor Augen und im Ohr. DANKE, DANKE, DANKE, und solltet ihr je auf die Idee kommen noch ein Buch von mir zu machen, ich würde mich mehr als freuen. So aber sage ich: Selbst wenn ich eines Tages selbst ein alter Fuchs werde, euch vergesse ich nicht.« (Martin Baltscheit an die Cie. Freaks und Fremde)
»Mit der ›Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor‹ schuf Martin Baltscheit ein Bilderbuch, wie es in Deutschland nur selten gelingt. Humor und Melancholie sind im Ton perfekt abgemischt. Keine leichte Aufgabe, dieses Meisterwerk auf die Bühne des Theaters zu holen. Heiki Ikkola, Sabine Köhler und der Musiker Frieder Zimmermann haben es gewagt und schließlich auch gewonnen.« (Kölnische Rundschau)
»Die Theaterinszenierung von Compagnie Freaks und Fremde erzählt, genau wie das gleichnamige Buch von Martin Balscheit, vom Altwerden und Vergessen. Spielerisch und voller Feinsinn, den erhellenden Humor einer Geschichte nutzend, zeigen sie Möglichkeiten im Umgang miteinander, wenn einer am Abgrund des Vergessens steht. Da das Wissen um die Welt der Kinder dem der Älteren immer noch am ähnlichsten ist, ist es eine Inszenierung mit Puppen- und Objekttheater. Es blüht zaghaft die Hoffnung, dass der Verstand wiederkehrt. Denn, wenn der schlaue Fuchs nicht mehr der Schlaue ist, wer ist es dann?« (SAX Magazin)
»Der Inszenierung gelingt die schwierige Aufgabe, nah am Original zu bleiben, insbesondere den Ton zwischen Einfühlsamkeit und schonungsloser Realitätsabbildung zu treffen. Großen Anteil daran hat Gitarrist Frieder Zimmermann, der mit seinen atmosphärischen Klängen emotionale Zugänge schafft. (...) Neben dem ausdrucksstarken Spiel der beiden Darsteller, das zwischen Objekttheater und Schauspiel changiert und ohne viele Worte auskommt, liegt eine Stärke des Stücks darin, dass alles unkommentiert geschieht.« (DNN)
Diese Produktion wurde gefördert von