Spielplan
02.
Kornelija Aleksaitė & Frédéric Coupet
Inhalt
Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft in den 20er und 30er Jahren verkörpert die Performerin Kornelija Aleksaitė beide Hauptfiguren und deren Dämonen, die vielleicht auch die unserer heutigen Gesellschaft sind. Die im Stück dargestellte junge Cabaret-Tänzerin wird trotz ihres geregelten Alltags von der politischen Realität ihrer Zeit eingeholt, während sie in der anderen Rolle als Politikerin sich immer mehr der Macht nähert. Ausgehend von der besorgniserregenden Beobachtung, dass sich menschliche Verhaltensmuster und soziale Mechanismen wiederholen, versucht dieses Solo den Fatalisten zu antworten: »Das Interessante an der Geschichte ist, dass sie uns scheinbar nichts lehrt.« (R. Crowe).
Kornelija Aleksaitė wurde 2005 in Deutschland geboren, Frédéric Coupet 1965 in Frankreich. Ihr jeweiliges Verhältnis zum vergangenen und zum gegenwärtigen Jahrhundert wurde in der Zusammenarbeit, die reich an Austausch und Fragen war, beleuchtet. Eine Erkenntnis von vielen: Während die Jugend zur Hoffnung zwingt, verleitet das fortgeschrittene Alter zum Pessimismus.
Die freischaffende Tänzerin Kornelija Aleksaitė hat 2024 ihr Studium an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden abgeschlossen. Frédéric Coupet arbeitet freischaffend als bildender Künstler und Dozent für Physical Theatre. Beide leben in Deutschland.
Mitwirkende
Konzeption: Kornelija Aleksaitė & Frédéric Coupet | Performance, Choreografie: Kornelija Aleksaitė | Regie, Dramaturgie: Frédéric Coupet | Musik: David Le Thai | Kostüm: Kim Josephine Schölch
Die Produktion entstand in Kooperation mit dem Societaetstheater Dresden.
Premiere: 02.10.2026
Dauer: ca. 75 Minuten
Preise
03.
Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten
Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten
Inhalt
»Slop« ist das US-amerikanische Wort des Jahres 2025. Es bedeutet ursprünglich Schlamm, Nassmüll oder Fraß, wird heute aber im Zusammenhang mit massenhaft KI-generiertem Internet-Schrott verwendet. Ausgehend von den Bildkulturen im neuen digitalen Zeitalter erforscht die Performance SLOP deren Beziehung zur radikalen, animalischen Kunst der Auto-Perforations-Artisten. Vorbei an Verboten besetzten sie in den 1980er Jahren im beschaulichen Dresden die Nische der Aktionskunst. Fernab vom sozialistischen Realismus und der Staatskultur der DDR schufen sie durch das Ausloten der eigenen Körpergrenzen subversive Bilder des Widerstands. Inspiriert von Archivmaterialien und Gesprächen mit der Künstlergruppe von damals und Fluten an Internet-Content fragt SLOP performativ: Was kann uns heute überhaupt noch herausfordern? Welche Bilder können wir erzeugen, in einer Zeit, in der Sichtbarkeit, digitale Performance und Selbstoptimierung zur Währung geworden sind?
Die 2021 verstorbene Dresdner Galeristin und Kunstvermittlerin Claudia Reichardt, genannt Wanda, war eine Wegbegleiterin der Auto-Perforations-Artisten. Die Ausstellung »Wanda, Villa und der Wandel«, die am 7. September 2026 im Stadtarchiv Dresden eröffnet wird, ist als Retrospektive ihrem Schaffen und Wirken gewidmet. Sie gab den Anstoß, sich mit Dresdens Vergangenheit, der DDR und den Themen Aktionskunst, Kunstfreiheit, Körpergrenzen und Risiko auseinanderzusetzen und die Rechercheergebnisse auf die Bühne zu bringen. Die Dresdner Künstler*innen Caroline Beach, Eva Jaekel, Josef Panda und Casey Ouzounis, die aus unterschiedlichen Disziplinen der Darstellenden Kunst kommen, setzen das Vorhaben um.
Mitwirkende
Eva Jaekel, Josef Panda, Caroline Beach, Casey Ouzounis | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Die Produktion entstand in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit der Performance ist das Societaetstheater zu Gast im Kunsthaus Dresden / Robotron-Kantine.
Premiere: 03.10.2026, Robotron-Kantine
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Außerdem wird diese Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden gefördert.
Dauer: ca. 2 Stunden
Preise
04.
Alle Quittenfans, Nachbar*innen und das Socie-Team
Alle Quittenfans, Nachbar*innen und das Socie-Team
Inhalt
Im Theatergarten riecht’s nach reifen Früchten. Wir machen ein Fest daraus und laden euch ein zur Quittenernte! Willkommen sind alle neugierigen Nachbar*innen und Quittenexperten, Socie-Fans, Herbstfreund*innen und alle Eigentlich-Gartenmuffel, die schon lange auf die Gelegenheit warten. In unserer Küche verwandeln wir die Ernte gleich weiter zu Marmelade, Gelee oder Saft. Wer Lust hat, kann mit pflücken, schnippeln, rühren und probieren. Dazu gibt’s Kaffee und Kuchen und natürlich Gelegenheit zum Plaudern und Kennenlernen. Kommt einfach vorbei und bringt eure Lieblingsschürze, Körbe und Gläser mit. Wir freuen uns auf einen duftenden Herbstnachmittag mit euch!
Der Garten gehört, wie das Societaetstheater, zur Landeshauptstadt Dresden. Deshalb möchten wir als Socie-Team die Quittenernte mit euch als Stadtmitbewohner*innen zelebrieren, bevor die Wespen und andere Fruchtliebhaber alles wegsnacken.
04.
Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten
Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten
Inhalt
»Slop« ist das US-amerikanische Wort des Jahres 2025. Es bedeutet ursprünglich Schlamm, Nassmüll oder Fraß, wird heute aber im Zusammenhang mit massenhaft KI-generiertem Internet-Schrott verwendet. Ausgehend von den Bildkulturen im neuen digitalen Zeitalter erforscht die Performance SLOP deren Beziehung zur radikalen, animalischen Kunst der Auto-Perforations-Artisten. Vorbei an Verboten besetzten sie in den 1980er Jahren im beschaulichen Dresden die Nische der Aktionskunst. Fernab vom sozialistischen Realismus und der Staatskultur der DDR schufen sie durch das Ausloten der eigenen Körpergrenzen subversive Bilder des Widerstands. Inspiriert von Archivmaterialien und Gesprächen mit der Künstlergruppe von damals und Fluten an Internet-Content fragt SLOP performativ: Was kann uns heute überhaupt noch herausfordern? Welche Bilder können wir erzeugen, in einer Zeit, in der Sichtbarkeit, digitale Performance und Selbstoptimierung zur Währung geworden sind?
Die 2021 verstorbene Dresdner Galeristin und Kunstvermittlerin Claudia Reichardt, genannt Wanda, war eine Wegbegleiterin der Auto-Perforations-Artisten. Die Ausstellung »Wanda, Villa und der Wandel«, die am 7. September 2026 im Stadtarchiv Dresden eröffnet wird, ist als Retrospektive ihrem Schaffen und Wirken gewidmet. Sie gab den Anstoß, sich mit Dresdens Vergangenheit, der DDR und den Themen Aktionskunst, Kunstfreiheit, Körpergrenzen und Risiko auseinanderzusetzen und die Rechercheergebnisse auf die Bühne zu bringen. Die Dresdner Künstler*innen Caroline Beach, Eva Jaekel, Josef Panda und Casey Ouzounis, die aus unterschiedlichen Disziplinen der Darstellenden Kunst kommen, setzen das Vorhaben um.
Mitwirkende
Eva Jaekel, Josef Panda, Caroline Beach, Casey Ouzounis | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Die Produktion entstand in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit der Performance ist das Societaetstheater zu Gast im Kunsthaus Dresden / Robotron-Kantine.
Premiere: 03.10.2026, Robotron-Kantine
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Außerdem wird diese Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden gefördert.
Dauer: ca. 2 Stunden
Preise
07.
Inhalt
Olicía ist das Bandprojekt der beiden Multiinstrumentalistinnen Fama M’Boup und Anna-Lucia Rupp und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen menschlicher Stimme, akustischen Instrumenten, freier Improvisation und dem Einsatz elektronischer Möglichkeiten. Irgendwann haben sie dem Ganzen den Genrenamen »electronic handmade loopjazz« gegeben. – Alles, was dabei auf der Bühne zu hören ist, entsteht im Moment, nichts ist vorproduziert.
Während ihr Jazzpreis-nominiertes Debüt »Liquid Lines« die Grenzen des einzelnen Songs auslotete, ist »Out of the Blue« nun der Versuch, die eigene Kunstform ganz neu zubetrachten, die eigene Musik durch Dialog und Austausch mit anderen Kunstgattungen zu verbinden. Jeder Song darauf eröffnet eine eigene Welt und blickt gleichzeitig in das Parallel-Universum einer anderen Künstlerin oder eines Künstlers aus Bereichen wie Film, Design, Malerei, Literatur und Kunsthandwerk.
Dauer: 80 Minuten
Preise
09.
Inklusives Tanztheaterprojekt des farbwerkEnsembles
Inklusives Tanztheaterprojekt des farbwerkEnsembles
Inhalt
Innen ist die Seele. Außen das Fell, der Stachel, die Schuppen. »Fühlt sich an wie schön, ja.« Was zeige ich dir – und was bleibt verborgen? Die Hülle ist echt. Darin: Gefühle in allen Farben, Gedanken, die fliegen. Oder sind es nur die Flügel? In der neuen Tanztheaterproduktion des farbwerkEnsembles beginnt eine Suche nach Identität, Geheimnissen und Begegnung. Die persönlichen Texte der Spieler*innen sind Ausgangspunkt für den Tanz. Worte verwandeln sich in Bewegung und Musik wie aus einer verborgenen Welt. Was zeigt sich dir und bleibt doch verborgen? Was kriecht unter die Haut? Und was verbindet uns unsichtbar? Wir liegen in einem Garten, den niemand betritt. Vielleicht fliegen wir für einen Augenblick. »Vielleicht bist Du ein guter Mensch?«
Das farbwerkEnsemble des Dresdner Kunst- und Kulturvereins farbwerk e.V. gibt sein Debüt am Societaetstheater. In dieser Produktion wirken junge Spieler*innen mit, die bereits verschiedene Bühnenformate mit farbwerk umgesetzt haben und diesen künstlerischen Weg fortsetzen wollen. Diese Inszenierung markiert nicht nur den Auftakt einer neuen, professionellen Arbeitsstruktur des Ensembles, sondern dient auch der künstlerischen Selbstverortung. Wer sind wir? Was verbindet uns? Welche Stimmen tragen wir in uns? Gleichzeitig richtet sich eine Aufforderung an das Publikum: Wer seid ihr? Was ist eure Verbindung zu uns? Welche Stimmen könnt ihr hören?
Der Verein farbwerk e.V. für Künstler*innen mit und ohne Behinderung hat sich 2014 gegründet, um kulturelle Teilhabe und Inklusion im Bereich der Kunst und Kultur in Sachsen zu fördern. Sein Ziel ist es, die oft einzigartige Kreativität von Menschen mit Behinderung zu fördern und im gesellschaftlichen Kontext als ernst zu nehmende künstlerische Position im Kulturraum zu implementieren.
Mitwirkende
Choreografie: Nora Schott, Antje Grüner | Idee, künstlerische Leitung: Jacqueline Hamann | Komposition: Clemens Amme | Künstlerische Mitarbeit: Franziska Kusebauch | Produktionsleitung: Jeannette Scholz | farbwerkEnsemble: Marisa de Almendra, Belma Bilir, David Köhler, Franziska Kusebauch, Ella Nietzold, Luise Scholz, Durim Veliu, Conrad Wiemer
Eine Produktion des Kunst- und Kulturvereins farbwerk e.V. für Künstler*innen mit und ohne Behinderung.
Premiere: 09.10.2026 im Societaetstheater
Dauer: ca. 60 Minuten
Preise
09.
the guts company in der Neustädter Markthalle
Inhalt
The guts company lädt ein zu einer Reise durch die Neustädter Markthalle. Ausgestattet mit Kopfhörern folgt das Publikum drei Tänzerinnen in eine Welt aus Tanz, Klang, Geschichte und Architektur. Die Markthalle befindet sich in unmittelbarer Nähe des Societaestheaters. 1899 eröffnet, beherbergte sie ursprünglich 229 Verkaufsstände und war zentraler Knotenpunkt des öffentlichen Lebens in der Neustadt. Die Halle hat sich gewandelt – immer wieder. Heute führen noch rund 15 Händler*innen das Marktgeschehen fort. SCHIMMER DES UNSICHTBAREN ist eine sinnlich-dokumentarische Auseinandersetzung, die die Schichten der Zeit an diesem Ort sichtbar macht. Eine Suche nach Erinnerungen, Identitäten und dem, was uns verbindet. Ein poetischer Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der danach fragt, was war, was ist und was sein könnte.
The guts company konzipiert und realisiert klassische Bühnenproduktionen, offene Präsentationsformate, Installationen, site-specific Arbeiten, Diskursformate und öffentliche Laborsituationen. Ihre Arbeitspraxis der Co-Autor*innenschaft, auch mit anderen Künsten und Wissenschaften, lassen Genregrenzen immer wieder obsolet werden. Neben konstanter Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen, Ab- und Beweggründen, Utopien und Visionen möglichen Miteinanders oder dem menschlichen Überlebensdrang will sie das körperliche und auch emotionale Zentrum der Zuschauer*innen ansprechen. Mit Arbeitsschwerpunkt in Dresden, arbeitet die Company regional, bundesweit und international.
Mitwirkende
Choreografie: Romy Schwarzer | Sound/Co-Regie: Marian Joel Küster | Tanz/Co-Choreografie: Cindy Hammer, Sophie Hauenherm, Rika Yotsumoto | Kostüm: Julia Pommer | Recherche: Meike Schmitz | Licht: Falk Dittrich | Projektleitung: Kati Thiel | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Die Produktion entstand in Koproduktion mit dem Societaetstheater Dresden.
Premiere: 1.11.2025
Dauer: ca. 70 Minuten
Preise
10.
Inklusives Tanztheaterprojekt des farbwerkEnsembles
Inklusives Tanztheaterprojekt des farbwerkEnsembles
Inhalt
Innen ist die Seele. Außen das Fell, der Stachel, die Schuppen. »Fühlt sich an wie schön, ja.« Was zeige ich dir – und was bleibt verborgen? Die Hülle ist echt. Darin: Gefühle in allen Farben, Gedanken, die fliegen. Oder sind es nur die Flügel? In der neuen Tanztheaterproduktion des farbwerkEnsembles beginnt eine Suche nach Identität, Geheimnissen und Begegnung. Die persönlichen Texte der Spieler*innen sind Ausgangspunkt für den Tanz. Worte verwandeln sich in Bewegung und Musik wie aus einer verborgenen Welt. Was zeigt sich dir und bleibt doch verborgen? Was kriecht unter die Haut? Und was verbindet uns unsichtbar? Wir liegen in einem Garten, den niemand betritt. Vielleicht fliegen wir für einen Augenblick. »Vielleicht bist Du ein guter Mensch?«
Das farbwerkEnsemble des Dresdner Kunst- und Kulturvereins farbwerk e.V. gibt sein Debüt am Societaetstheater. In dieser Produktion wirken junge Spieler*innen mit, die bereits verschiedene Bühnenformate mit farbwerk umgesetzt haben und diesen künstlerischen Weg fortsetzen wollen. Diese Inszenierung markiert nicht nur den Auftakt einer neuen, professionellen Arbeitsstruktur des Ensembles, sondern dient auch der künstlerischen Selbstverortung. Wer sind wir? Was verbindet uns? Welche Stimmen tragen wir in uns? Gleichzeitig richtet sich eine Aufforderung an das Publikum: Wer seid ihr? Was ist eure Verbindung zu uns? Welche Stimmen könnt ihr hören?
Der Verein farbwerk e.V. für Künstler*innen mit und ohne Behinderung hat sich 2014 gegründet, um kulturelle Teilhabe und Inklusion im Bereich der Kunst und Kultur in Sachsen zu fördern. Sein Ziel ist es, die oft einzigartige Kreativität von Menschen mit Behinderung zu fördern und im gesellschaftlichen Kontext als ernst zu nehmende künstlerische Position im Kulturraum zu implementieren.
Mitwirkende
Choreografie: Nora Schott, Antje Grüner | Idee, künstlerische Leitung: Jacqueline Hamann | Komposition: Clemens Amme | Künstlerische Mitarbeit: Franziska Kusebauch | Produktionsleitung: Jeannette Scholz | farbwerkEnsemble: Marisa de Almendra, Belma Bilir, David Köhler, Franziska Kusebauch, Ella Nietzold, Luise Scholz, Durim Veliu, Conrad Wiemer
Eine Produktion des Kunst- und Kulturvereins farbwerk e.V. für Künstler*innen mit und ohne Behinderung.
Premiere: 09.10.2026 im Societaetstheater
Dauer: ca. 60 Minuten
Preise
10.
the guts company in der Neustädter Markthalle
Inhalt
The guts company lädt ein zu einer Reise durch die Neustädter Markthalle. Ausgestattet mit Kopfhörern folgt das Publikum drei Tänzerinnen in eine Welt aus Tanz, Klang, Geschichte und Architektur. Die Markthalle befindet sich in unmittelbarer Nähe des Societaestheaters. 1899 eröffnet, beherbergte sie ursprünglich 229 Verkaufsstände und war zentraler Knotenpunkt des öffentlichen Lebens in der Neustadt. Die Halle hat sich gewandelt – immer wieder. Heute führen noch rund 15 Händler*innen das Marktgeschehen fort. SCHIMMER DES UNSICHTBAREN ist eine sinnlich-dokumentarische Auseinandersetzung, die die Schichten der Zeit an diesem Ort sichtbar macht. Eine Suche nach Erinnerungen, Identitäten und dem, was uns verbindet. Ein poetischer Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der danach fragt, was war, was ist und was sein könnte.
The guts company konzipiert und realisiert klassische Bühnenproduktionen, offene Präsentationsformate, Installationen, site-specific Arbeiten, Diskursformate und öffentliche Laborsituationen. Ihre Arbeitspraxis der Co-Autor*innenschaft, auch mit anderen Künsten und Wissenschaften, lassen Genregrenzen immer wieder obsolet werden. Neben konstanter Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen, Ab- und Beweggründen, Utopien und Visionen möglichen Miteinanders oder dem menschlichen Überlebensdrang will sie das körperliche und auch emotionale Zentrum der Zuschauer*innen ansprechen. Mit Arbeitsschwerpunkt in Dresden, arbeitet die Company regional, bundesweit und international.
Mitwirkende
Choreografie: Romy Schwarzer | Sound/Co-Regie: Marian Joel Küster | Tanz/Co-Choreografie: Cindy Hammer, Sophie Hauenherm, Rika Yotsumoto | Kostüm: Julia Pommer | Recherche: Meike Schmitz | Licht: Falk Dittrich | Projektleitung: Kati Thiel | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Die Produktion entstand in Koproduktion mit dem Societaetstheater Dresden.
Premiere: 1.11.2025
Dauer: ca. 70 Minuten
Preise
11.
Inklusives Tanztheaterprojekt des farbwerkEnsembles
Inklusives Tanztheaterprojekt des farbwerkEnsembles
Inhalt
Innen ist die Seele. Außen das Fell, der Stachel, die Schuppen. »Fühlt sich an wie schön, ja.« Was zeige ich dir – und was bleibt verborgen? Die Hülle ist echt. Darin: Gefühle in allen Farben, Gedanken, die fliegen. Oder sind es nur die Flügel? In der neuen Tanztheaterproduktion des farbwerkEnsembles beginnt eine Suche nach Identität, Geheimnissen und Begegnung. Die persönlichen Texte der Spieler*innen sind Ausgangspunkt für den Tanz. Worte verwandeln sich in Bewegung und Musik wie aus einer verborgenen Welt. Was zeigt sich dir und bleibt doch verborgen? Was kriecht unter die Haut? Und was verbindet uns unsichtbar? Wir liegen in einem Garten, den niemand betritt. Vielleicht fliegen wir für einen Augenblick. »Vielleicht bist Du ein guter Mensch?«
Das farbwerkEnsemble des Dresdner Kunst- und Kulturvereins farbwerk e.V. gibt sein Debüt am Societaetstheater. In dieser Produktion wirken junge Spieler*innen mit, die bereits verschiedene Bühnenformate mit farbwerk umgesetzt haben und diesen künstlerischen Weg fortsetzen wollen. Diese Inszenierung markiert nicht nur den Auftakt einer neuen, professionellen Arbeitsstruktur des Ensembles, sondern dient auch der künstlerischen Selbstverortung. Wer sind wir? Was verbindet uns? Welche Stimmen tragen wir in uns? Gleichzeitig richtet sich eine Aufforderung an das Publikum: Wer seid ihr? Was ist eure Verbindung zu uns? Welche Stimmen könnt ihr hören?
Der Verein farbwerk e.V. für Künstler*innen mit und ohne Behinderung hat sich 2014 gegründet, um kulturelle Teilhabe und Inklusion im Bereich der Kunst und Kultur in Sachsen zu fördern. Sein Ziel ist es, die oft einzigartige Kreativität von Menschen mit Behinderung zu fördern und im gesellschaftlichen Kontext als ernst zu nehmende künstlerische Position im Kulturraum zu implementieren.
Mitwirkende
Choreografie: Nora Schott, Antje Grüner | Idee, künstlerische Leitung: Jacqueline Hamann | Komposition: Clemens Amme | Künstlerische Mitarbeit: Franziska Kusebauch | Produktionsleitung: Jeannette Scholz | farbwerkEnsemble: Marisa de Almendra, Belma Bilir, David Köhler, Franziska Kusebauch, Ella Nietzold, Luise Scholz, Durim Veliu, Conrad Wiemer
Eine Produktion des Kunst- und Kulturvereins farbwerk e.V. für Künstler*innen mit und ohne Behinderung.
Premiere: 09.10.2026 im Societaetstheater
Dauer: ca. 60 Minuten
Preise
16.
Eine Theater-Geisterbahn der Cie. Freaks und Fremde
Eine Theater-Geisterbahn der Cie. Freaks und Fremde
Inhalt
Menschen wollen nicht nur glücklich sein, sie suchen Sinn. Dazu gehört auch die Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit, mit dem Schrecken und dem Unbekannten. So eine Sinnsuche kann einem durchaus das Herz bis zum Hals schlagen lassen. Das ist nichts für schwache Gemüter. Die Cie. Freaks und Fremde begibt sich auf Geisterfahrt – durch die Zeiten, Sphären und Kulturen. Während sich die Schreckgestalten traditioneller Geisterbahnen und Jahrmarktsattraktionen jedoch meist an Monstern aus Literatur, Film oder Computerspielen orientieren, fährt der GHOST TRAIN von Freaks und Fremde in die Welt persönlicher Abgründe. Sie begegnen Dämonen des Alltags und beschwören die Geister der Vergangenheit. Mit der Kunst des Geräusche-Machens, Objekt- und Puppentheater, mit Live-Musik, Projektionen und Illusionen fahren sie mit ihrem Publikum durch den Abgrund der Nacht bis zum Sonnenaufgang.
Dieser Zug macht auf seiner Fahrt an unerwarteten Orten halt. Es geht nicht um den schnellen Grusel, wenn Riesenspinnen, Zombies oder Vampire auftauchen oder Skelette, die Hinrichtungsszenen nachspielen. Freaks und Fremde spüren dem Moment nach, der nach dem Schrecken kommt. Die Reise führt zu Geist und Geistern in jeglicher Erscheinungsform und jeglichem Wortsinn. Das Fremde und Unerklärbare nimmt hier Gestalt an. Das scheinbar Tote wird beseelt und steht uns atmend und fragend gegenüber. Wie materialisiert sich das Nicht-Materielle, das Unbegreifbare? Einsteigen bitte!
»Wo keine Götter sind, walten Gespenster.« (Novalis, 1799)
Mitwirkende
Künstlerische Leitung, Szenografie, Spiel: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Komposition, Live-Musik: Tobias Herzz Hallbauer | Technische Leitung, Licht: Josia Werth | Video-Projektionen, Mitarbeit Ton: Beate Oxenfart | Mitarbeit Ausstattung: Bärbel Haage | Mitarbeit Ton und Sound: Frieder Zimmermann | Mitarbeit Regie und Dramaturgie: Jörg Lehmann | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Eine Koproduktion mit dem Societaetstheater Dresden
Premiere: 19.09.2026, Societaetstheater
Dauer: ca. 90 Minuten
Preise
17.
Eine Theater-Geisterbahn der Cie. Freaks und Fremde
Eine Theater-Geisterbahn der Cie. Freaks und Fremde
Inhalt
Menschen wollen nicht nur glücklich sein, sie suchen Sinn. Dazu gehört auch die Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit, mit dem Schrecken und dem Unbekannten. So eine Sinnsuche kann einem durchaus das Herz bis zum Hals schlagen lassen. Das ist nichts für schwache Gemüter. Die Cie. Freaks und Fremde begibt sich auf Geisterfahrt – durch die Zeiten, Sphären und Kulturen. Während sich die Schreckgestalten traditioneller Geisterbahnen und Jahrmarktsattraktionen jedoch meist an Monstern aus Literatur, Film oder Computerspielen orientieren, fährt der GHOST TRAIN von Freaks und Fremde in die Welt persönlicher Abgründe. Sie begegnen Dämonen des Alltags und beschwören die Geister der Vergangenheit. Mit der Kunst des Geräusche-Machens, Objekt- und Puppentheater, mit Live-Musik, Projektionen und Illusionen fahren sie mit ihrem Publikum durch den Abgrund der Nacht bis zum Sonnenaufgang.
Dieser Zug macht auf seiner Fahrt an unerwarteten Orten halt. Es geht nicht um den schnellen Grusel, wenn Riesenspinnen, Zombies oder Vampire auftauchen oder Skelette, die Hinrichtungsszenen nachspielen. Freaks und Fremde spüren dem Moment nach, der nach dem Schrecken kommt. Die Reise führt zu Geist und Geistern in jeglicher Erscheinungsform und jeglichem Wortsinn. Das Fremde und Unerklärbare nimmt hier Gestalt an. Das scheinbar Tote wird beseelt und steht uns atmend und fragend gegenüber. Wie materialisiert sich das Nicht-Materielle, das Unbegreifbare? Einsteigen bitte!
»Wo keine Götter sind, walten Gespenster.« (Novalis, 1799)
Mitwirkende
Künstlerische Leitung, Szenografie, Spiel: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Komposition, Live-Musik: Tobias Herzz Hallbauer | Technische Leitung, Licht: Josia Werth | Video-Projektionen, Mitarbeit Ton: Beate Oxenfart | Mitarbeit Ausstattung: Bärbel Haage | Mitarbeit Ton und Sound: Frieder Zimmermann | Mitarbeit Regie und Dramaturgie: Jörg Lehmann | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Eine Koproduktion mit dem Societaetstheater Dresden
Premiere: 19.09.2026, Societaetstheater
Dauer: ca. 90 Minuten
Preise
24.
Ana Jordão & Vincent Kollar
Inhalt
Zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit, Realität und Illusion präsentieren Ana Jordão und Vincent Kollar ein zauberhaftes Gesamtkunstwerk. Durch tiefes Vertrauen und präziseste Zusammenarbeit schaffen sie eine Begegnung, bei der Körper und Objekte für immer miteinander verbunden bleiben und die Mechanismen der Verbindung offengelegt werden. Was dabei herauskommt, ist seltsam und zart, wild und doch subtil – eine höchst visuelle Erkundung der Physik, die unseren gemeinsamen Traum vom Fliegen anspricht und uns herausfordert, über die Gesetze hinaus zu denken, die wir für selbstverständlich halten. A BODY AND OTHER OBJECTS lädt dazu ein, die Magie des Alltäglichen neu zu entdecken und feiert die radikale Fürsorge und die Verbundenheit aller Dinge, belebt wie unbelebt.
Ana Jordão und Vincent Kollar begannen ihre künstlerische Zusammenarbeit im Jahr 2022. Daraus entstand A BODY AND OTHER OBJECTS. Ausgehend von Anas Arbeit an der Schnittstelle von Zirkus und Tanz erforscht das Projekt die Beziehungen zwischen Körpern und Objekten. Als künstlerische Leiterin und Performerin bringt sie ihren eigenen dramaturgischen Ansatz ein, in dem Zirkusdisziplinen und Techniken neu interpretiert und zu hybriden Formen verwoben werden. Als Co-Researcher, Performer und Rigger entwickelt Vincent einen erweiterten Zugang zu Rigging und Suspension. Gemeinsam erforschen sie Hair-Hanging, Partnering, Illusion und performatives Rigging als gemeinsame Sprache.
Mitwirkende
Künstlerische Leitung: Ana Jordão | Co-Kreation, Performance: Ana Jordão, Vincent Kollar | Choreografische, dramaturgische Assistenz: Yotam Peled | Musik, Sounddesign: Fabian Laute | Rigging-Design: Vincent Kollar | Licht-Design: Boy den Boer
Dauer: ca. 65 Minuten
Preise
25.
Ana Jordão & Vincent Kollar
Inhalt
Zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit, Realität und Illusion präsentieren Ana Jordão und Vincent Kollar ein zauberhaftes Gesamtkunstwerk. Durch tiefes Vertrauen und präziseste Zusammenarbeit schaffen sie eine Begegnung, bei der Körper und Objekte für immer miteinander verbunden bleiben und die Mechanismen der Verbindung offengelegt werden. Was dabei herauskommt, ist seltsam und zart, wild und doch subtil – eine höchst visuelle Erkundung der Physik, die unseren gemeinsamen Traum vom Fliegen anspricht und uns herausfordert, über die Gesetze hinaus zu denken, die wir für selbstverständlich halten. A BODY AND OTHER OBJECTS lädt dazu ein, die Magie des Alltäglichen neu zu entdecken und feiert die radikale Fürsorge und die Verbundenheit aller Dinge, belebt wie unbelebt.
Ana Jordão und Vincent Kollar begannen ihre künstlerische Zusammenarbeit im Jahr 2022. Daraus entstand A BODY AND OTHER OBJECTS. Ausgehend von Anas Arbeit an der Schnittstelle von Zirkus und Tanz erforscht das Projekt die Beziehungen zwischen Körpern und Objekten. Als künstlerische Leiterin und Performerin bringt sie ihren eigenen dramaturgischen Ansatz ein, in dem Zirkusdisziplinen und Techniken neu interpretiert und zu hybriden Formen verwoben werden. Als Co-Researcher, Performer und Rigger entwickelt Vincent einen erweiterten Zugang zu Rigging und Suspension. Gemeinsam erforschen sie Hair-Hanging, Partnering, Illusion und performatives Rigging als gemeinsame Sprache.
Mitwirkende
Künstlerische Leitung: Ana Jordão | Co-Kreation, Performance: Ana Jordão, Vincent Kollar | Choreografische, dramaturgische Assistenz: Yotam Peled | Musik, Sounddesign: Fabian Laute | Rigging-Design: Vincent Kollar | Licht-Design: Boy den Boer
Dauer: ca. 65 Minuten
Preise
29.
Eröffnungskonzert der Jüdischen Woche mit Lala Tamar (MAR) & Ofer Ronen (ESP)
Eröffnungskonzert der Jüdischen Woche mit Lala Tamar (MAR) & Ofer Ronen (ESP)
Inhalt
Ein Ritual, das die Wurzeln dreier Kulturen feiert: DUO ANDALUS bringt andalusische, sephardische und nahöstliche Musiktraditionen in einen vibrierenden Dialog. Die Sängerin, Poetin, Guembri-Spielerin und Tänzerin Lala Tamar trifft auf den Flamenco-Gitarristen, Oud-Spieler und Arrangeur Ofer Ronen. Gemeinsam verweben sie Stimme, Gitarre, Percussion und Erzählung zu einer musikalischen Reise zwischen Marokko, Spanien, Israel, Nordafrika und dem Mittelmeerraum – intim, rhythmisch, sinnlich und voller Bewegung.
Lala Tamar verbindet die marokkanische Seele mit brasilianischen Grooves und nordafrikanischen Ritualen. Sie singt auf Arabisch, Amazigh und Portugiesisch und war die erste Künstlerin, die ein zeitgenössisches Album auf Haketía veröffentlichte. Ofer Ronen, geboren in Tel Aviv und heute in Barcelona lebend, schöpft aus Flamenco, arabischer Musik, jüdisch-mediterranen Traditionen und Weltmusik. In DUO ANDALUS feiern beide ein gemeinsames musikalisches Erbe, das Kontinente und Jahrhunderte überbrückt – eine Einladung zum Zuhören, Erinnern und Tanzen.
Mitwirkende
Lala Tamar (Gesang, Guembri, Percussion), Ofer Ronen (Gitarre, Stimme)
Dauer: ca. 60 Minuten
Preise
30.
Ein Jubiläumsabend der Kulinarik von Gefilte Fest Dresden e.V. (DE)
Ein Jubiläumsabend der Kulinarik von Gefilte Fest Dresden e.V. (DE)
Inhalt
Zehn Jahre, zehn Abende, die verbinden, bereichern und unvergessen bleiben: DER BESONDERE SCHABBAT feiert ein Jubiläum! Jedes Jahr lädt das Format eine jüdische Köchin oder einen jüdischen Koch ein, dem Abend durch eine persönliche kulinarische Handschrift eine neue Note zu verleihen. Diesmal ist die Köchin, Forscherin und Autorin Sibel Cuniman Pinto zu Gast, die zwischen Istanbul und Paris arbeitet und wie kaum eine andere für die sephardische Küche steht. Ihr Menü bringt fünf Jahrhunderte Geschichte auf den Teller. Sephardische Traditionen, mediterrane Aromen und typische Schabbat-Elemente verbinden sich zu einem Abend, der Kulinarik, Erinnerung und Gegenwart zusammenführt.
Begleitet wird das Menü von Einblicken jüdischer Botschafter*innen, die in offener und einladender Atmosphäre vom jüdischen Alltag, von Traditionen und Perspektiven erzählen. Der Schabbat, der wöchentliche Ruhetag im Judentum, wird so gemeinsam erlebbar – respektvoll, herzlich und ohne jede Missionierung. Im Mittelpunkt steht das Miteinander: das Teilen von Gedanken, Erfahrungen und gutem Essen. Alle sind willkommen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Vorwissen.
Sibel Cuniman Pinto wurde an der internationalen Kochschule Le Cordon Bleu in Paris ausgebildet und schloss ein Postgraduierten-Studium in Gastronomiestudien an der Universität Reims ab. Ihr Buch »The Evolution of the Sephardic Cuisine in Turkey« wurde 2010 mit dem Gourmand World Cookbook Award als Best Culinary History Cookbook ausgezeichnet.
Mitwirkende
Konzept / Gastgeber: Gefilte Fest Dresden e.V. | Gastköchin, Forscherin, Autorin: Sibel Cuniman Pinto (TR)
Der BESONDERE SCHABBAT findet statt in Kooperation mit Gefilte Fest Dresden e.V. mit Unterstützung des Restaurants Melina.
Dauer: 19:30 bis 24:00 Uhr
Preise
30.
Von und mit Katja Erfurth (DE) – gewidmet der Tänzerin Noa Eshkol (ISR)
Von und mit Katja Erfurth (DE) – gewidmet der Tänzerin Noa Eshkol (ISR)
Inhalt
Noa Eshkol (1924–2007), israelische Tänzerin, Choreografin und Künstlerin ukrainisch-jüdischer Herkunft, entwickelte eine analytisch-geometrische Bewegungsschrift, die Tanz wie eine Partitur notierte. Katja Erfurth setzt sich in ihrem Stück PARTITUR DES KÖRPERS mit Eshkols künstlerischem Weg auseinander, erforscht ihre choreografischen Prinzipien und verbindet sie mit der eigenen tanzkünstlerischen Praxis.
Als Schülerin von Gret Palucca beschäftigt sich Katja Erfurth seit vielen Jahren mit Tanzhistorie, insbesondere mit Mary Wigman und ihrer Schule in Dresden. Von dort führt eine Spur zu Tile Rössler, auch Tehila Ressler, die 1933 als Jüdin die Palucca Schule und Deutschland verlassen musste und später in Tel Aviv lehrte. Sie stellt das Bindeglied zu Noa Eshkol dar. Eshkol entwickelte die Ursprünge des Ausdruckstanzes mit dem unbedingten Interesse weiter, Tanz durch ein hochkomplexes Notationssystem zu verschriftlichen und umgekehrt diesem in Analyse und Reflexion zu folgen.
Mitwirkende
Künstlerische Leitung, Choreografie, Tanz: Katja Erfurth | Tanz: Amit Abend, Seraphine Detscher, Helena Fernandino | Installation, Animation: Sabine Köhler | Violine: Florian Mayer | Komposition: Paul Ben-Haim, Helmut Oehring | Kostüme: Magdalene Buschbeck | Licht: Josia Werth | Künstlerische Beratung: Irene Sieben, Helmut Oehring
In Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Programms TACHELES 2026 – Jüdisches Leben in Kunst und Kultur, die Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz und die Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.
Dauer: ca. 60 Minuten
Preise
31.
Fyx Arend & Katharina Schmidt-Brücken (DE)
Fyx Arend & Katharina Schmidt-Brücken (DE)
Inhalt
»Bewegung ist Leben. Leben ist ein Prozess. Verbessere die Qualität des Prozesses und du verbesserst die Qualität des Lebens selbst.« Die nach seinem Begründer Moshé Feldenkrais benannte Methode ist ein körperorientiertes Lernverfahren, das durch aufmerksame Selbstwahrnehmung unbewusste Bewegungsmuster verändert. Nicht Leistung oder Perfektion stehen im Mittelpunkt, sondern die Qualität des Empfindens während der Bewegung. Der Workshop gibt zunächst Einblick in das Leben des jüdischen Wissenschaftlers Moshé Feldenkrais, das im chassidisch geprägten Milieu Osteuropas begann und ihn nach Israel, Frankreich, England und in die USA führte. Sein wohl berühmtester Schüler war David Ben-Gurion. Im zweiten Teil der Veranstaltung können die Teilnehmer*innen die Methode praktisch erleben – im Sitzen, nach dem Prinzip: »Na’aseh v’nishma«: Du wirst machen und dann verstehen.
Mitwirkende
Workshop: Fyx Arend & Katharina Schmidt-Brücken
Dauer: ca. 90 Minuten
31.
Raphael Rodan (ISR/NL), Sahand Sahebdivani (IRN/NL) & Mary Aygetsy (ARM)
Raphael Rodan (ISR/NL), Sahand Sahebdivani (IRN/NL) & Mary Aygetsy (ARM)
Inhalt
Here, in the shade of the tree, stories begin to grow: intimate tales, unexpected laughter, and memories of conflict, connection and love. Iranian storyteller Sahand Sahebdivani and Israeli storyteller Raphael Rodan return to the stage together, united by a deep friendship spanning decades. They revisit »the house where their mothers grew up« – an imagined place beneath a mulberry tree where memory, myth, and identity intertwine. With humour, warmth and a touch of rebellion, Rodan and Sahebdivani explore what happens when two seemingly unlikely friends choose storytelling over silence. Their stories are accompanied by the angelic voice of Mary Aygetsy, who brings Armenian folk songs to life. Raphael Rodan is an award-winning theatre maker and storyteller. Together with Sahand Sahebdivani, he has co-directed the Amsterdam Storytelling Festival since 2018. Born in Iran, Sahebdivani fled to the Netherlands as a child and founded the Mezrab Cultural Center in Amsterdam in 2004, which has since become one of the world's leading stages for storytelling.
Deutsch:
Hier, im Schatten des Baumes, beginnen Geschichten zu wachsen: intime Erzählungen, unerwartetes Lachen und Erinnerungen an Konflikte, Verbundenheit und Liebe. Die iranische Geschichtenerzählerin Sahand Sahebdivani und der israelische Geschichtenerzähler Raphael Rodan kehren gemeinsam auf die Bühne zurück, verbunden durch eine tiefe, jahrzehntelange Freundschaft. Sie kehren zurück zu „dem Haus, in dem ihre Mütter aufgewachsen sind“ – einem imaginären Ort unter einem Maulbeerbaum, an dem sich Erinnerung, Mythos und Identität miteinander verflechten. Mit Humor, Wärme und einem Hauch von Rebellion erkunden Rodan und Sahebdivani, was geschieht, wenn zwei scheinbar ungleiche Freunde das Geschichtenerzählen dem Schweigen vorziehen. Begleitet werden ihre Geschichten von der Engelsstimme von Mary Aygetsy, die armenische Volkslieder zum Leben erweckt.
Raphael Rodan ist ein preisgekrönter Theatermacher und Geschichtenerzähler. Gemeinsam mit Sahand Sahebdivani leitet er seit 2018 das Amsterdam Storytelling Festival. Der im Iran geborene Sahebdivani floh als Kind in die Niederlande und gründete 2004 das Mezrab Cultural Center in Amsterdam, das sich seitdem zu einer der weltweit führenden Bühnen für das Geschichtenerzählen entwickelt hat.
Mitwirkende
Storytelling: Raphael Rodan, Sahand Sahebdivani | Vocals: Mary Aygetsy
Dauer: ca. 60 Minuten
Preise
31.
Alex Stolze (DE) & Ben Osborn (GBR)
Inhalt
Alex Stolze und Ben Osborn begegneten sich erstmals bei der Gestaltung eines Rosh-Chodesch-Gottesdienstes in einer Berliner Synagoge. Aus dieser spirituellen Begegnung entwickelte sich eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit, die sich in einer außergewöhnlichen Live-Performance entfaltet. Zwischen elektronischen Klanglandschaften, fein verwobenen Songstrukturen und atmosphärischen Instrumentalkompositionen stellen sie die jüdische Musiktradition in einen zeitgenössischen Kontext.
Im Zentrum steht Alex Stolzes eigens entwickelte fünfsaitige Violine, mit der er nahöstlich inspirierte Melodien, Polyrhythmen und elektronische Klangwelten verbindet. Ausgangspunkt des Konzerts ist sein aktuelles Album »Raash ve Ruach« (2024), das sich mit Fragen jüdischer Identität und Spiritualität in einer fragmentierten Welt auseinandersetzt. Ben Osborn ergänzt das Klanguniversum mit Klavier, Synthesizern und poetischem Songwriting. Der britische Komponist, Autor und Multiinstrumentalist bewegt sich zwischen Folk, moderner Klassik und Electronica und schafft fein gewebte Klangräume, in denen persönliche Geschichten und politische Themen ineinandergreifen.
Mitwirkende
Alex Stolze (violin, electronics), Ben Osborn (piano, synthesizer, vocals)
Dauer: ca. 90 Minuten
Preise
31.
Zerah Tohuwabohu & Esri Meshugga (DE)
Inhalt
Die BALAGAN SISTERS nehmen ihr Publikum mit auf rhythmische Reisen rund um die Welt. Ob zwischen Wald und Wiese, am Meer oder im Club: Ihre DJ-Sets erschaffen Räume, in denen Tanz, Begegnung und die künstlerische Seele ihrer kulturellen Wurzeln zusammenkommen. Aufgewachsen mit einem lebendigen Mix aus Berliner und jüdischer Kultur, verweben die beiden Schwestern traditionelle Einflüsse mit elektronischen Sounds, globalen Rhythmen und musikalischer Neugier.
Ihre Reisen und längeren Aufenthalte in verschiedenen Ländern – vom Balkan bis Indonesien, von Mexiko bis Indien – haben den Sound der Balagan Sisters geprägt. Musik verstehen sie als verbindende Kraft: Sie kann heilen, Menschen zusammenbringen und ein Gefühl von Gemeinschaft entstehen lassen. Als DJs teilen sie ihre Lebensfreude und wählen Tracks, die interkulturelle Wertschätzung, Bewegung und ein gemeinsames Tanzen in Verbundenheit ermöglichen.
Mitwirkende
DJ-Performance: Zerah Tohuwabohu und Esri Meshugga
Dauer: ca. 2 Stunden