Foto: William Minke

WER NICHT WEITER WEISS, HAT RECHT (Kurzversion)

Malte Schlösser

Schauspiel

Inhalt

Wer alleine weiter weiß, hat Krise nicht verstanden. Und glaubt vielleicht noch, die Welt sei eine Bühne der egozentrischen Selbstbehauptung. Nichts belästigt unser Zusammensein so sehr wie der kapitalistische Befehl, sich als etwas Besonderes zu produzieren. Die Akteur*innen dieses Abends stemmen sich dagegen. Sie suchen einen Ort des Sich-Fühlen-Könnens durch Beziehungsfürsorge. Aber wie geht das, wenn die Strukturen, mit denen wir uns Gewalt antun, auch in uns liegen? Es ist eine Feier des Scheiterns und Nicht-Weiterwissens. Witzig. Kurz, aber prall voll. In einem Reigen von Sprachzerstörung und Rekonstruktion, musikalischer Trance und Licht eröffnet das Stück einen atmosphärischen Raum zwischen Abstraktion und Nähe. Wann wird das Sprechen über Gefühle ein politischer Akt? Wann die Cappuccino-Bestellung ein verbaler Hindernislauf mit Stolpergefahr?

Die Inszenierung erkundet, was es heißen könnte, sich in Frage stellen zu lassen, um trotz Machtstrukturen ein Selbst zu werden. Sie versucht den Ausbruch aus einer überkomplexen Welt durch die radikale Anerkennung der eigenen Verlorenheit: Wer nicht weiter weiß, hat recht! Was muss geschehen, damit das Gefühl der Verlorenheit in kollektive und beziehungsorientierte Sorge überführt wird?

Mitwirkende

Von und mit: Lisa Heinrici, Emma Rönnebeck | Konzeption, Regie, Text: Malte Schlösser | Musik: Michelangelo Contini | Licht, Kostüm, Bühne: Thomas Giger | Video: Nicolas Gebbe | Textarbeit: Marie Jordan | Dramaturgie: Anna Krauß | Szenen, szenische Texte: Emma Rönnebeck, Malte Schlösser | Regie-, Dramaturgieassistenz, Soufflage: Jewgenija Conradi | Produktions-, Regieassistenz: Lilli Else Dietmann | Produktionsleitung: Eva-Karen Tittmann | Technische Produktionsleitung, Produktionsleitung WA: Aurora Kellermann | PR: Yven Augustin

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

Die Produktion entstand in Kooperation mit dem TD Berlin.

Premiere: 2023, TD Berlin

Dauer: 25 Minuten

Samstag I 18.04.2026 I 19:00 Uhr I Gutmann-Saal

Lange Nacht der Dresdner Theater

Samstag I 18.04.2026 I 20:00 Uhr I Gutmann-Saal

Lange Nacht der Dresdner Theater

Samstag I 18.04.2026 I 21:00 Uhr

Lange Nacht der Dresdner Theater

Beim Ticketkauf online, bei einer Reservix-Vorverkaufsstelle und an der Abendkasse fallen Gebühren an. Diese entfallen im Vorverkauf an unserer Theaterkasse.

Ergänzungen / Hinweise

»Die Lange Nacht der Dresdner Theater« lädt am 18. April 2026 in alle Theater der Stadt!

Der Kartenpreis im Vorverkauf für Erwachsene beträgt 17 Euro und für Kinder (bis 12 J.) 10 Euro (Bändchen und 2 Karten für 2 ausgewählte Veranstaltungen). An der Abendkasse im jeweiligen Theater kostet eine Karte für Erwachsene 12 Euro und für Kinder (bis 12 J.) 6 Euro (Bändchen und 1 Karte zu Veranstaltungen im Haus).

Vorverkaufsstart ist am Freitag, 27. März 2026, 10 Uhr, im Foyer des Großen Hauses des Staatsschauspiels Dresden und online über SaxTicket.

Pressezitate

»Wer Lust hat, den kapitalistischen Selbstoptimierungsdruck hinter sich zu lassen und sich auf eine ästhetisch subversive Reise zu begeben, wird begeistert sein.« (Tipp)

Malte Schlösser »operiert als Psychotherapeut des Theaters am Widerspruch von Gelingen und Scheitern. Wie wir alle.« (Berliner Zeitung).

Ihm »gelingen komische, wahrhaftige Momente, die Lust machen, genauer hinzuschauen.« (Nachtkritik)

Diese Produktion wurde gefördert von