Grafik: Lucie Freynhagen/KI

SLOP

Nach einer Recherche zur DDR-Aktionskunst der Auto-Perforations-Artisten

Performance

Inhalt

»Slop« ist das US-amerikanische Wort des Jahres 2025. Es bedeutet ursprünglich Schlamm, Nassmüll oder Fraß, wird heute aber im Zusammenhang mit massenhaft KI-generiertem Internet-Schrott verwendet. Ausgehend von den Bildkulturen im neuen digitalen Zeitalter erforscht die Performance SLOP deren Beziehung zur radikalen, animalischen Kunst der Auto-Perforations-Artisten. Vorbei an Verboten besetzten sie in den 1980er Jahren im beschaulichen Dresden die Nische der Aktionskunst. Fernab vom sozialistischen Realismus und der Staatskultur der DDR schufen sie durch das Ausloten der eigenen Körpergrenzen subversive Bilder des Widerstands. Inspiriert von Archivmaterialien und Gesprächen mit der Künstlergruppe von damals und Fluten an Internet-Content fragt SLOP performativ: Was kann uns heute überhaupt noch herausfordern? Welche Bilder können wir erzeugen, in einer Zeit, in der Sichtbarkeit, digitale Performance und Selbstoptimierung zur Währung geworden sind?

Die 2021 verstorbene Dresdner Galeristin und Kunstvermittlerin Claudia Reichardt, genannt Wanda, war eine Wegbegleiterin der Auto-Perforations-Artisten. Die Ausstellung »Wanda, Villa und der Wandel«, die am 7. September 2026 im Stadtarchiv Dresden eröffnet wird, ist als Retrospektive ihrem Schaffen und Wirken gewidmet. Sie gab den Anstoß, sich mit Dresdens Vergangenheit, der DDR und den Themen Aktionskunst, Kunstfreiheit, Körpergrenzen und Risiko auseinanderzusetzen und die Rechercheergebnisse auf die Bühne zu bringen. Die Dresdner Künstler*innen Caroline Beach, Eva Jaekel, Josef Panda und Casey Ouzounis, die aus unterschiedlichen Disziplinen der Darstellenden Kunst kommen, setzen das Vorhaben um.

Mitwirkende

Eva Jaekel, Josef Panda, Caroline Beach, Casey Ouzounis | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Produktion entstand in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Mit der Performance ist das Societaetstheater zu Gast im Kunsthaus Dresden / Robotron-Kantine.
Premiere: 03.10.2026, Robotron-Kantine

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Außerdem wird diese Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes und durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden gefördert.

Dauer: ca. 70 Minuten

Donnerstag I 12.11.2026 I 19:00 Uhr I Stadtarchiv
Voll:
15 Euro
Ermäßigt:
10 Euro
Soliticket:
30 Euro

Beim Ticketkauf online und bei einer Reservix-Vorverkaufsstelle fallen Gebühren an. Diese entfallen beim Kauf an unserer Theaterkasse.

Ergänzungen / Hinweise

In englischer und deutscher Sprache. Ab 16 Jahren. 

Hinweis: Es kommt flackerndes Licht zum Einsatz.

+++ Die Veranstaltung findet nicht im Societaetstheater statt, sondern im Stadtarchiv Dresden, Elisabeth-Boer-Str. 1, 01099 Dresden. +++

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.

Diese Produktion wurde gefördert von