Foto: Wenke Seemann

PEGGY MÄDLER LIEST »SELBSTREGULIERUNG DES HERZENS«

Lesung

Inhalt

Was hält ein System zusammen – und wann beginnt es zu kollabieren? Was geschieht mit Freundschaften und der Liebe zwischen zwei Menschen, wenn diese einem System standhalten müssen, das jedes Vertrauen zerstört? Wo liegt die Grenze zwischen Anpassung und Selbstaufgabe? In ihrem neuen Roman »Selbstregulierung des Herzens« spürt Peggy Mädler diesen existenziellen Fragen nach. Sie erzählt meisterhaft von Emotionen und Kybernetik, von Hoffnung und Aufbegehren über eine Spanne von 60 Jahren deutscher Geschichte. Es ist ein Roman über Liebe und Kybernetik in der DDR und im wiedervereinigten Deutschland, über Utopie und Desillusionierung, Nähe und Entfremdung, über Loyalität im Schatten staatlicher Kontrolle, Anpassung und Resilienz. Ein Buch, das tief in die Vergangenheit reicht, das aber gleichzeitig höchst aktuell ist, und nach dessen Lektüre man besser versteht, warum die Wiedervereinigung Deutschlands ein Prozess ist, der noch längst nicht abgeschlossen ist.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman »Legende vom Glück des Menschen«. Für »Wohin wir gehen« (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch »Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat« von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann.

Mitwirkende

Lesung: Peggy Mädler | Verlag: Galiani

Dauer: ca. 60 Minuten

Freitag I 25.09.2026 I 20:00 Uhr I Gutmann-Saal

Eine Kooperation mit dem Festival Literatur JETZT!

Voll:
12 Euro
Ermäßigt:
9 Euro
Soliticket:
30 Euro

Beim Ticketkauf online, bei einer Reservix-Vorverkaufsstelle und an der Abendkasse fallen Gebühren an. Diese entfallen im Vorverkauf an unserer Theaterkasse.

Ergänzungen / Hinweise

Eine Kooperation mit dem Festival Literatur JETZT!

Pressezitate

»Peggy Mädler beschreibt in ihrem leisen, aber lange nachwirkenden Roman unterschiedliche DDR-Bürger. Ihre Stimmungslagen erklären das Scheitern dieses Staates von innen her.« (DLF Kultur)

»Die ›Selbstregulierung der Herzen‹ bezeugt den Knacks, den das Leben auf politisch und historisch unwegsamem Gelände den Menschen zugefügt hat. Die Kälte, die so oft der wiedervereinigten deutschen Gesellschaft vorgeworfen wird, sie hatte längst Einzug gehalten in den sich verlierenden Lebensläufen, weil die Wärme eines ›mit Freunden gefüllten Hauses‹ nur noch in der Erinnerung aufrufbar ist, und Orte, die nicht wirklich bewohnt werden, Zerstörungslust wecken.« (Süddeutsche Zeitung)

»Peggy Mädlers Buch ist ein DDR-Roman in Farbe, ein Gesellschaftsbild mit Widersprüchen, ein Reigen von Porträts mit Herz und Tränen.« (Berliner Zeitung)

»In einer unaufgeregten und unglaublich fein gearbeiteten Sprache verbindet Peggy Mädler Wirtschafts- und Mentalitätsgeschichte. Ihr Roman ist äußerst spannend zu lesen, weil sie theoretische Fragen stets in praktische Arbeit zu übersetzen weiß – und den Alltag eines Programmierers genauso anschaulich beschreibt wie den einer Krankenschwester.« (MDR KULTUR)

Diese Produktion wurde gefördert von