Foto: Dorit Günter

GALAXY MEN

Intergalaktische Gameshow von den Lovefuckers

Figurentheater

Inhalt

In einer gnadenlosen Spielshow treten die Kandidaten gegeneinander an. Ihre Aufgabe klingt einfach – ist aber vielleicht die schwerste überhaupt: Sie müssen lernen, ihre eigenen Vorstellungen von Männlichkeit zu überwinden. Denn am Ende entscheidet sich nicht nur, wer gewinnt. Es entscheidet sich, ob unsere Welt, wie wir sie kennen, noch eine Chance hat. Wer schafft es, die alten Muster hinter sich zu lassen? Wer hält krampfhaft an ihnen fest? Und was passiert, wenn der größte Gegner gar nicht der Mitspieler ist, sondern das eigene Rollenbild? Inspiriert von den Analysen des Kulturwissenschaftlers Klaus Theweleits begeben sich die Lovefuckers auf eine Spurensuche nach den Ursprüngen destruktiver Männlichkeit. Warum erscheint Härte oft attraktiver als Verletzlichkeit? Weshalb wird Fürsorge noch immer als Schwäche gelesen? Und warum fällt es manchen so schwer, auf den Zug aufzuspringen, der unsere Zukunft retten könnte – den des Feminismus?

Mit scharfem Witz, virtuosem Puppenspiel und überraschenden Wendungen verbinden die Lovefuckers philosophische Fragen mit der Dynamik einer Gameshow. Das Publikum wird Zeuge eines Wettkampfs, in dem es nicht um Stärke, Geld oder Ruhm geht, sondern um die Fähigkeit, sich zu verändern. Denn der Einsatz ist hoch: Wer an destruktiven Männlichkeitsphantasien festhält, fliegt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Lovefuckers sind Anna Menzel, Ivana Sajević und Annemie Twardawa. Auf der Spur von Grenzgänger*innen, Outlaws und Revolutionen mischen sie Pop mit Puppen, Performance und Projektionen. Seit ihrer Gründung 2009 in Berlin haben sie es sich zum Ziel gesetzt, auch im Abgrund, wo alles krankt, noch nach Liebe zu suchen, um dem ganzen Dreck ein bisschen Glanz zu verleihen.

Mitwirkende

Spiel, Regie: Anna Menzel, Ivana Sajević, Annemie Twardawa | Endregie/Outside Eye: Emilie Jedwab Wroclawski | Regieassistenz: Sophie Freimüller | Dramaturgie: Tim Sandweg | Szenografie: Lisette Schürer | Puppenbau: Noura Hana Leder, Madita Kuhfuhs | Kostüme: Susann Kotte-Opitz | Musik: Manfred Engelmayr | Produktion: Annemie Twardawa | Lichtdesign: Werner Wallner | Tech Support: Frieder Miller | Audiodeskription: Swantje Henke | Grafik: Jennifer Kroftova

Premiere: 9.10.2026, Schaubude Berlin

Dauer: ca. 75 Minuten

Freitag I 13.11.2026 I 20:00 Uhr I Gutmann-Saal

Live-Audiodeskription mit Kopfhörern

Voll:
22 Euro
Ermäßigt:
17 Euro
Schüler*innen, Studierende, Bürgergeld-empfänger*innen:
10 Euro
Soliticket:
30 Euro

Beim Ticketkauf online und bei einer Reservix-Vorverkaufsstelle fallen Gebühren an. Diese entfallen beim Kauf an unserer Theaterkasse.

Ergänzungen / Hinweise

Ab 16 Jahren.

Für blinde und sehbehinderte Gäste bieten wir am 13.11.2026 eine Audiodeskription und 19:00 Uhr eine taktile Bühnenführung an (Treffpunkt Foyer). Bitte geben Sie beim Ticketkauf bzw. bei der Reservierung an, wenn Sie das Angebot nutzen möchten. Assistenzhunde sind willkommen!

Nach der Vorstellung findet ein Publikumsgespräch statt.

Pressezitate

»Um die Kandidaten kennenzulernen, bekommt das Publikum durch kleine Szenen Einblicke in deren alltägliches Leben. Da gibt es zum Beispiel den kleinen Moe, der einsam und ziellos am Handy Looksmaxxing-Videos schaut, bis ihn Andrew Great, angelehnt an den rechten Manosphere-Influencer Andrew Tate, davon überzeugt, dass er nur genug Klimmzüge machen müsse, dann klappe das auch ›mit den Bitches‹.« (taz)

Diese Produktion wurde gefördert von