Residenzen

Neben unserer Arbeit als Haus für Theater, Tanz, Musik und alle Darstellenden Künste, ermöglichen wir auch die Forschung und Weiterentwicklung der Kunst durch einige Residenzprogramme. Dabei werden ausgewählte Künstler*innen oder Companys von uns mit inhaltlicher, organisatorischer und finanzieller Unterstützung begleitet. Residenzen geben die Möglichkeit, in einem unterstützten Setting an neuen Stoffen, Ausdrucksformen oder Programmen zu forschen und zu arbeiten. Hier schaffen wir neue Denkräume.

CIE. FREAKS UND FREMDE

Residenz seit 2021

 

Sabine Köhler und Heiki Ikkola haben die Compagnie Freaks und Fremde 2006 gegründet. Für ihre Projekte probieren sie über längere Zeiträume mit wechselnden Teams Arbeits- und Lebensstrategien aus und entwickeln sie weiter. Sie arbeiten regelmäßig mit Theatermacher*innen, Musiker*innen, Techniker*innen und anderen Künstler*innen aus dem Umfeld ihrer Compagnie zusammen. Ihr Credo ist die Auseinandersetzung mit dem Anderen, dem Unbekannten, dem Unmöglichen. Der Ausdruck von Freaks und Fremde hat seinen Ausgangspunkt in der Puppenspielkunst: Sabine Köhler und Heiki Ikkola haben an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin ihr Handwerk erlernt und sind dem Ort ihrer Ausbildung als Dozenten und Partner weiterhin eng verbunden. 

»Wir akzeptieren keine Genregrenzen, sind aber kein Gemischtwarenladen. Der virtuose Umgang mit physischen Ausdrucksformen, Elementen des Puppentheaters, mit Objekten, Projektionen und Perspektiven eröffnet uns einen weiten Erzählkosmos, die Welt wird zum Spielelement und die Akteure sind Teil der Versuchsanordnung. Unser zentrales Thema: Die Begegnung mit dem Fremden als Problem und Chance.«

www.freaksundfremde.com

 

NAKED FOOLS

Zirkus ON - Forschungsresidenz im September 2025


In »Naked Fools« forscht Clown und Performer:in Lokke Wurm (dey/denen) zu Nacktheit und Humor sowie die Bedeutung der Clownsnase als Objekt und Symbol in der Darstellung von Körper und Geschlecht. Ein Versuch der künstlerischen und politischen Dekonstruktion der Clown:innen-Figur im zeitgenössischen Zirkus. In der einwöchigen Residenz am Societätstheater Dresden ermöglicht durch das Zirkus ON Kreationsbündnis werden Forschungsfragen vertieft und künstlerische Strategien erprobt. Mit der Choreografin und Performerin Alica Minar steht die Frage nach der Beziehung zur eigenen Nacktheit im Mittelpunkt. Gemeinsam mit der Figurenspieler*in Anso Dautz sucht die Gruppe dabei nach Scham und Schamlosigkeit im Körper und stellt sich die Frage »was ist ein nichtbinärer Körper«.
Alica Minar bringt ihre Praxis ein, in der sie auf Grundlage choreografischer Prinzipien und Clownsarbeit Nacktheit als humorvolles, abstraktes Ausdrucksmittel nutzt – ein Spiel zwischen Intimität, Komik und Befreiung.
Zu Beginn der Residenz fand ein Workshop statt in dem es um Humor als kollektive Strategie und Ritual ging. „Initiation of the Ridiculous“ ein kollektives Spiel, die Suche nach einem gemeinsamen Ritual der Schamlosigkeit.

Naked Fools wird durch das Kreationsbündnis Zirkus ON begleitet. Zirkus ON wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über das Programm ‘Verbindungen fördern’ des Bundesverbands Freie Darstellende Künste e.V.

THE GUTS COMPANY

flausen+ Residenz im Juni 2025

Residenzteilnehmer:innen: Anna Till, Marian Joel Küster & Romy Schwarzer

Das Recherchevorhaben »Karussell der Zeit – Vertiefende Forschung zu Tanz, Zeit und Stadtparcours« zielte darauf ab, eine tiefe Verbindung zwischen Tanz, Zeit und urbanem Raum zu erforschen. Basierend auf der Produktion »Karussell der Zeit« untersuchten wir, wie choreografische und auditive Elemente genutzt werden können, um das Publikum in Bewegung zu versetzen und seine Wahrnehmung von Zeit im städtischen Kontext aktiv zu beeinflussen. Unser Hauptinteresse lag darin, wie diese performativen Stadtwanderungen die individuelle und kollektive Zeiterfahrung verändern.

THE GUTS COMPANY ist eine Dresdner Tanzkompanie unter der künstlerischen Leitung von Romy Schwarzer, die genreübergreifend Bühnenproduktionen, Installationen, Arbeiten im öffentlichen Raum sowie partizipative Formate im Bereich der Darstellenden Künste konzipiert und realisiert.

Diese Rechercheresidenz wurde ermöglich durch das Theaterbündnis flausen+, welches gefördert wird von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über den Fonds Darstellende Künste.