Foto: Frank Kleinbach

STUCK IN ORBIT - A Space Drama (in English)

Post Theater (Berlin)

Performance

Inhalt

Valentina, Kosmonautin aus Bulgarien, und Fritz, Astronaut aus West-Deutschland, wurden vor über 30 Jahren in die Erdumlaufbahn geschickt – auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Von ihren Regierungen vergessen, sind sie in einer maroden Raumstation gefangen, die immer weiter um den Planeten Erde rast, während die im All Gestrandeten um ihr körperliches und seelisches Überleben kämpfen. *** Imagine: You were launched into space at the height of the Cold War – 30 years ago. Your space station is a secret collaboration with your archenemy. Then the Iron Curtain fell and your space agencies conveniently forgot about you and your co-commander from the opposite side. The two of you have struggled for mental and physical survival ever since.

Post Theater hat eine dramatische Situation geschaffen, in der Politik, Propaganda und Protagonisten des 20. Jahrhunderts aus Ost und West aufeinandertreffen. Die beiden gegensätzlichen Charaktere vertreten einerseits ihre Systeme – aber auch verschiedene Arten, sich von diesen zu lösen. Die fiktive Raumstation PACE wird so zur Arena für ideologische und philosophische Auseinandersetzungen. Die Premiere fand am 10.5.2019 im English Theatre Berlin, International Performing Arts Center, Berlin statt. Vorversionen waren im FITZ Stuttgart, beim DA Fest Sofia und dem Theaterfestival von Varna zu sehen.

Das Post Theater arbeitet zwischen Theater, zeitgenössischen Tanz und Medienkunst und wird von der Medienkünstlerin Hiroko Tanahashi und dem Dramaturgen und Regisseur Max geleitet. Die international arbeitende, freie Gruppe erforscht die Kombination analoger und digitaler Medien mit den Mitteln der Darstellenden Kunst und experimentiert mit allen künstlerischen Ausdrucksformen. Aus Deutschland und Japan stammend, in New York zur Company vereint, leben sie nun in Berlin und in Stuttgart. Es sind über 60 Performances in ca. 40 Städten in 20 Ländern entstanden - oft mit lokalen KünstlerInnen, oft ortsbezogen, oft als Auftragsarbeiten von internationalen Festivals (u.a. Singapore Arts Festival, Tanz im August Berlin, Tanzfest Weimar, Varna Summer). Mit »Jobs im Himmel« gewann Post Theater den Stuttgarter Theaterpreis 2015, mit »House of Hope« den Stuttgarter Theaterpreis 2017. Das Team um Max Schumacher und Hiroko Tanahashi ist 2021/22 Residenz-Company im Societaetstheater.

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English Version:

Theater, visual art and sound design meet in this intense exploration of outer and inner space.
Post theater has created a situation in which the politics and psychology of the 20th century’s former East and former West, pessimism and optimism, meet in the form of two juxtaposed characters. The fictitious international space station PACE becomes a battleground of philosophies and beliefs.
For many years, post theater has been working on post-documentary performances, blending intense research with fiction. Stuck in Orbit follows a series of reflections of Soviet era utopianism. The space race, at the height of the Cold War, was a combination of soft power diplomacy and military threat. Not too long ago, this felt nearly anachronistic. Currently, with raising nationalism and the emerging superpower China, this has gained a strange sense of contemporariness. Space has again become a battleground for geopolitical conflicts.

More about the company

 

Mitwirkende

Künstlerische Leitung: Max Schumacher und Hiroko Tanahashi | Regie: Daniel Brunet, Max Schumacher | PerformerInnen: Mareile Metzner, Patrick Khatami | Voice Actor: Tomas Spencer | Musik und Sound Design: Sibin Vassliev | Bühnenobjekt: Venelin Shurelov, Max Schumacher | Medienkunst: Yoann Trellu, Venelin Shurelov | Kostüm: Elica Georgieva | Licht: Fabian Bleisch, Elliot Bursch | Graphic Design: Hiroko Tanahashi | Pressearbeit: k3berlin | Produktionsleitung: Mario Stumpfe, artkrise. | Eine Produktion des post theater (Stuttgart/Berlin) in Kooperation mit dem SubHuman Theatre (Sofia) und dem English Theatre Berlin/International Performing Arts Center | Bühne, Ausstattung, Musik und Video wurden vom LAFT BW/Kulturministerium Baden-Württemberg gefördert und vom Goethe Institut Sofia, dem Ministerium für Kultur, Bulgarien, dem International Theater Festival »Varna Summer« und dem Digital Arts Festival Sofia unterstützt.

Dauer: ca. 60 Min.

Mittwoch I 22.09.2021 I 19:30 Uhr I Kleine Bühne
Donnerstag I 23.09.2021 I 19:30 Uhr I Kleine Bühne
Freitag I 24.09.2021 I 19:30 Uhr I Kleine Bühne
Samstag I 25.09.2021 I 19:30 Uhr I Kleine Bühne
Voll:
16 Euro
Ermäßigt:
12 Euro
Schüler, Studenten, Theatercard:
6,50 Euro

Ergänzungen / Hinweise

Das Stück wird in einfachem Englisch aufgeführt.

Zur möglichen Kontaktnachverfolgung nehmen wir bei der Buchung Ihrer Karten Ihren Namen und eine Telefonnummer bzw. E-Mailadresse auf. Aktuell dürfen nur Gäste mit gültigem Nachweis einer überstandenen Corona-Infektion, einem negativen Testergebnis (max. 24 h alt, aus einem Testzentrum) oder einem Impfzertifikat in die Vorstellungen. Die Maskenpflicht herrscht sowohl im Theater als auch im Theatergarten, am Platz können Sie aber darauf verzichten.

Pressezitate

»Nette Idee – eine gemeinsame Secret Mission der einander in Kaltem Krieg verbundenen Großmächte, um sich vor sich selbst zu retten.« (Nachtkritik)

»Die Raumstation: eine mit Gaze bespannte Halbkugel. Darauf sind Videos projiziert, Sterne und Planeten ziehen vorbei. Man hat den Eindruck einer schwebenden kreisenden Bewegung. Das Post Theater wagt sich in neue Sphären vor, kombiniert Science-Fiction mit Dokumentartheater und Medienkunst.« (Tagesspiegel)

»An Mut zur fantastischen, etwas schräg zurechtgebogenen Setzung mangelt es der retro-futuristischen Spielanordnung nicht. (…) Denn diese seltsam vergessene Raumkugel, die wie eine losgelöste Zeitkapsel plötzlich im Heute auftaucht, befreit ihre Bewohner von allzu kategorischen Gegenwartsverstrickungen und gibt ihren Gedanken unerhörten Freiraum.« (Berliner Zeitung)

»Das ist nicht nur gut gedacht, es ist auch schön anzuschauen.« (Stage and Screen)

Diese Veranstaltung wurde gefördert von