Foto: Cie Selon l’Heure

MAN ANAM KE ROSTAM BOVAD PAHLAVAN (Ich verdanke Rostam meinen Ruhm)

Ali Moini (IR/F)

Performance

Inhalt

Ali Moini, Tänzer und Choreograf mit iranischen Wurzeln, ist auf der Bühne mit einer lebensgroßen Marionette, einer Art Roboter, verbunden. Jede seiner Bewegungen wird über hunderte Seilzüge an sein Gegenüber weitergegeben. Doch wer lenkt hier wen? Wer ist Subjekt, wer Objekt? Wann wird die Maschine menschlich und der Mensch künstlich?

Moini muss selbst einen sehr eigenwilligen Tanz aufführen, um die beeindruckende Gliederpuppe richtig zu lenken, die in ihrer immensen Präsenz fasziniert, geradezu eine hypnotisierende Wirkung entfaltet. Das Spiel mit dem Doppelgänger thematisiert die Komplexität der menschlichen Natur, die vielschichtigen Verbindungen von Leben und Tod. Der Titel dieses außergewöhnlichen, grandiosen Mensch-Maschine-Duetts zitiert ein iranisches Sprichwort, nach dem wir unseren eigenen Erfolg der Fähigkeit verdanken, eine andere talentierte Person imitieren zu können.

Ali Moini wurde 1974 in Shiraz (Iran) geboren. Im Alter von 17 Jahren trat er bereits während seiner Ausbildung in Operngesang und Musikkomposition dem Young Shiraz Orchestra bei. 1997 begann er sein Schauspiel-Studium und zur selben Zeit schloss er sich der „Mehr Theatre Group“ als Performer und Komponist an. Mit der Theatergruppe war er an vielen international tourenden Produktionen beteiligt wie z. B. „Dance On Glasses“. Er studierte in Teheran und anschließend in Lissabon – u. a. bei André Lepecki, Deborah Hay, Emmanuelle Huynh und Meg Stuart. Dort entstand auch sein Solo „my paradoxical knives“. Auf Einladung des Montpellier Danse Festivals kreierte er 2012 das Gruppenstück „it shocks me but not you“. 2014 war er in dem Stück „Every order eventually loses its terror“ von Hooman Sharifi zu sehen. „Man anam ke rostam bovad pahlavan” feierte 2016 im Rahmen des Montpellier Danse Festivals seine Premiere.

Mitwirkende

Konzept, Performance: Ali Moini | Bühnenbild: Julien Peissel, Ali Moini | Konstruktion: Julien Peissel | Lichtdesign: Stéfane Perraud | Soundinstallation: Sarah Shamloo, Nima Aghiani aka 9T ANTIOPE | Technik: Samson Milcent | Dramaturgische Beratung: Thibaud Croisy | Geschäftsführung: Samson Milcent | Produktionsmanagement: SELON L’HEURE

Eine Produktion von SELON L’HEURE in Koproduktion mit Montpellier Danse Festival 2016, La Passerelle Scène Nationale de St Brieuc, La Filature Scène Nationale de Mulhouse. Unterstützt durch die Fondation d’entreprise Hermès im Rahmen des programms New Settings und unterstützt durch die DRAC Ile-De-France au titre de l’Aide au Projet. Gefördert durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen der intergenerationalen Vermittlungsinitiative ALL IN – FÜR PUBLIKUM JEDEN ALTERS

Dauer: 55 Minuten

Dienstag I 10.11.2020 I 20:00 Uhr I Gutmann-Saal

MADE IN/OUT IRAN - Iranisches Theater- und Musikfestival | Doppelabend

Kombiticket:
20,00 Euro
Kombiticket ermäßigt:
14,00 Euro
Kombiticket Schüler, Studenten, Theatercardbesitzer:
6,50 Euro

Ergänzungen / Hinweise

Empfehlung: Für Zuschauer ab 12 Jahren.

Das Kombiticket gilt am Abend für diese Vorstellung und das Konzert KURDOPHONE (IR/A).