Bild: Albrecht Hirche

DIE STANZ IN GRENZLAND

Albrecht Hirche

Schauspiel

Inhalt

Die Stanz (36) ist in Grenzland geblieben. An ihrer Seite der grenzdebile Junge Joschka (18), der offiziell keinen Vater hat. Doch der Vater ist ganz nah, kreuzt fast täglich im LIDL auf, wo die Stanz an der Kasse sitzt. Sie schauen sich nie an. Distanz ist das Thema aller. Das Grenzland drückt. Bis Joschka aufmuckt und seinen Vater sehen will. Das Drama beginnt. Bridget Stanz weiß nicht ein und aus.

Ein Sprechstück auf 50 Seiten mit seltsamen Pausen.

Warum die Stanz so wichtig ist?
Die Stanz wendet sich an alle, die Familie erlebt haben, an alle, die Existenz nicht nur als gottgegeben und vergänglich verstehen, sondern als notwendige Selbsterhaltung im eigenverantwortlichen Handeln verstehen, verstehen lernen wollen, verstehen lernen müssen. Die Stanz kämpft darum. Sie kämpft für sich, stellvertretend für alle allein gelassenen Frauen, für alle, die täglich kämpfen müssen, täglich ums Überleben kämpfen müssen. Sie giert nach Anerkennung, sie feiert sich in ihrem Stolz. Stolz jemand zu sein in dieser Welt!
Nach über 20 Jahren in der Offszene und eben so vielen im Staatstheater, habe ich erfahren, wie behutsam man mit den Themen umgehen muss, die einen bewegen. Ich will ohne Trends und Moden arbeiten, ich will nicht streamen, ich will das Theater in seiner Urform erhalten und bewahren, ich will einfach sein, ich will erzählen von Menschen, die ich gesehen, gesprochen, getroffen habe, die mich getroffen haben. Dazu gehören auch die Spieler, die entscheidend sind mit Willen, Ausdauer und Fantasie dies alles umzusetzen, Spielerpersönlichkeiten wie Iris Pickhard, wie Boris Schwiebert, Sabine Köhler und Oliver Dressel, die mich getroffen, die sich getroffen haben, die etwas in meiner Arbeit gesehen haben, was sie selber gesucht haben. Etwas, was wir weiter suchen wollen! Von uns erzählen! Für Euch!
Albrecht Hirche

Mitwirkende

Künstlerische Leitung, Regie: Albrecht Hirche | Mitwirkende: Boris Schwiebert, Iris Pickhard | Assistentin: Elisabeth Safiullin

 

Dauer: 80 Minuten

Samstag I 28.01.2023 I 19:30 Uhr I Kulturfabrik Hoyerswerda
Einzelticket:
15 €

Ergänzungen / Hinweise

Karten können unter 035712093333 reserviert und an der Abendkasse der Kulturfabrik Hoyerswerda gekauft werden.

Pressezitate

»Ein empfehlenswert durchtriebener Abend mit firlefanzfreiem Kammerspiel, den man gesehen haben sollte, so man auf soziales Drama von Zeitgenossen steht, das sich in guter Tradition nicht vor hartem Unterschichtenduktus scheut.« (DNN)