Foto: André Wirsig

DIE REPUBLIK DER KÄFER

die quadriga (Dresden/Berlin)

Figurentheater

Inhalt

Vier eigenwillige Käfer entern die Bühne. Sie haben nicht viel Zeit, ihr Tod steht kurz bevor, das ist eben so. Doch anstatt eines Abgangs im Stillen verleben sie ihre letzten Minuten im Rampenlicht. Sie entwickeln eine Revue mit philosophischen Szenen, musikalischen Nummern, gedanklichen Absurditäten und hoffnungsvollen Träumen. Leichtfüßig ehren sie sich selbst. Eine Show voller Geräusche und einer gewissen nervösen Störbarkeit, in der auch die menschliche Spezies und ihr Kreisen um sich selbst zum Thema gemacht wird. Kommen Sie zur großen Käfer-Show, erleben Sie Ihre ganz persönliche Metamorphose!

Das Künstlerinnenkollektiv die quadriga ist aktuell Residenz-Company am Societaetstheater. In ihrer ersten gemeinsamen Arbeit am Haus suchen die vier Damen nach unbequemen Perspektiven und neuen Beziehungen und stellen damit die Vorherrschaft der menschlichen Spezies und ihr Umgang mit anderen Arten humorvoll wie tiefgründig in Frage.

»Menschen neigen zu der Annahme, ein höheres gottähnliches Wesen veranstalte diese ganze Show hier. Falsch. Die Wahrheit befindet sich unter ihrem Schuh. Oder in ihrem Fliegengitter. Oder als Parasit unter ihrer Haut. Sie erkennen auf den ersten Blick nichts als ganz gewöhnliche Schädlinge. Doch es sind die kleinen Pfeifen, nach denen wir alle tanzen. Sie gestalten unsere Umwelt und das pflanzliche Leben seit über vierhundert Millionen Jahren.« (David MacNeal – Planet der Insekten)

 

Mitwirkende

Regie: Kalma Streun | Idee und Spiel: Rike Schuberty, Veronika Thieme, Marie Bretschneider und Ulrike Langenbein | Regie: Kalma Streun | Musik und Komposition: Rike Schuberty | Instrumentenbau: Simon Bauer | Video: Antoscha Haensch | Ausstattung: Ulrike Langenbein und Verena Waldmüller | Administration: André Kremer | Eine Produktion in Kooperation mit dem Societaetstheater Dresden

Dauer: ca. 60 Min.

Voll:
16 €
Ermäßigt:
12 €
Schüler, Studenten, Theatercard:
6,50 €

Ergänzungen / Hinweise

Zur möglichen Kontaktnachverfolgung nehmen wir bei der Buchung Ihrer Karten Ihren Namen und eine Telefonnummer bzw. E-Mailadresse auf. Aktuell dürfen nur Gäste mit einem gültigem Nachweis einer überstandenen Corona-Infektion oder einem Impfzertifikat in die Vorstellungen. Die Maskenpflicht gilt im gesamten Theater, am Platz können Sie aber darauf verzichten.

Pressezitate

»Aus den Schwaden tauchen vier in weißen Mull gewandete Schauspielerinnen mit aufgeklebten Hüft- und Bauchspeckwülsten auf, die dann am Bühnenrand beherzt Hirsechips in sich hineinfuttern. »Ich liebe es einfach anzuschwellen, immer dicker und praller zu werden«, äußert eine von ihnen, und die anderen pflichten ihr mampfend bei. Beim lockeren Larvengeplänkel liegt die Assoziation geselligen Schwangerenaustauschs nahe. Doch die anstehende Veränderung ist existenzieller. Die Larven haben eine komplette Transformation zu stemmen, die nicht alle überstehen. In die frohlockende Aussicht »Wenn die Metamorphose vorbei ist, bin ich wunderschön!« mag eine bereits geschlüpfte, grün gewandete Gestalt mit ramponierten Fühlern nicht mit einstimmen: Es ist eine notorisch übelgelaunte Stechmücke (Marie Bretschneider), deren Schicksal es ist, bei der Nahrungsaufnahme die Albträume der Menschen mit aufzusaugen. Veronika Thieme gibt dagegen den Skarabäus mit Conférencierqualitäten, der sowohl das elegante Balancieren der von ihm zärtlich »Schätzchen« genannten Mistkugel als auch die musikalischen Darbietungen des Stahlharfe spielenden Marienkäfers (Rike Schuberty) und des dazu in Laurie-Anderson- Manier rezitierenden Junikäfers (mit imposant wimpernartigen Fühlern am Helm: Ulrike Langenbein) in Szene zu setzen versteht.« (junge welt)

Diese Veranstaltung wurde gefördert von