YOÉD SOREK SINGT SIMAS LIEDER

Termine
(Diese Preise gelten nur an der Theaterkasse | Besucher  dieses Konzertes erhalten für das Konzert von Paul Hoorn und Freunden um 16:30 Uhr eine Karten zum Sonderpreis von 6,50 €.)
Inhalt
Mit den Liedern seiner Großmutter zeichnet Sorek den Weg der untergegangenen jüdischen Kultur in Osteuropa nach: das unbeschwerte Leben eines verliebten jungen Mädchens, die Lebenslust und die Schönheit von "Vilne", die dräuenden Wolken, den deutschen Einmarsch, die Angst, die Sklavenarbeit und den tausendfachen Tod. Gesungen wird komplett in Jiddisch. Doch keine Angst: Der Sänger muss seinem Publikum dabei nur wenige hebräische oder polnische Wörter erklären. Geschrieben sieht Jiddisch aus wie eine Fremdsprache, aber in die gesprochene Sprache hören sich deutsche Ohren schnell hinein.
"Jiddische Musik kann schwerlich einen besseren Vertreter haben als Yoed Sorek“. So urteilte die Jury des Jüdischen Musikfestivals in Amsterdam im Jahr 2014 und verlieh ihm den Preis fürs “Best Yiddish”. Dieser Preis gehört aber auch seiner Oma Sima, die sogar noch weiter sang, als die Nazis sie ins Konzentrationslager verschleppten. Sima Skurkovitz, Großmutter des preisgekrönten Tenors Yoed Sorek wurde 1924 im litauischen Wilna geboren - damals das "Jeruschalayim de Lita", das Jerusalem des Nordens und ein Zentrum der jüdischen Aufklärung. Yoéd lässt ihre jiddischen Lieder weiterklingen und damit lebt ein Stück von ihr und der Welt ihrer Jugend weiter, die der Holocaust für immer vernichtet hat.

In den letzten Jahren hat Yoed unzählige Konzerte gegeben. Er verzauberte als klassisch ausgebildeter Tenor und Dirigent ein immer größer werdendes Publikum. Im Jahr 2016 begann er trotz des Erfolges zu Hadern. „Die Welt wird immer gewalttätiger und der Hass wächst. Etwas sehr Negatives bahnt sich an.“ Also beschloss er, sich mit seinem Talent für etwas Lebensbejahendes einzusetzen: für Shalom, also für den Frieden. Er initiierte das Programm "Sima’s Yiddish Songs - Geschichte von Enkel gesungen", mit dem er die Geschichte seiner Großmutter und des 2. Weltkriegs an öffentlichen Schulen in Israel und Deutschland erzählte. Er hofft, dass die Menschen - 70 Jahre später - aufeinander zugehen, dass sie aus der Geschichte lernen.
Mitwirkende

Musik: Yoéd Sorek | Dauer: ca. 100 Minuten (inkl. Pause)

Foto: PR