Dienstagskonzert

PATTY MOON (D)

Termine
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Ihr viertes Album HEAD FOR HOME ist mal wieder eine sehr nachdenkliche Platte. Sie steckt voll wunderbar atmosphärischer Klavier-Arrangements, kammermusikalischer Streicher und besitzt eine für Patty Moon typische, bildgewaltige Poesie.
Aus dem ehemaligen Duo- ist ein Solo-Projekt geworden. Was zur Folge hat, dass neben den Kompositionen und Songtexten nun auch Arrangement und Produktion weitgehend von Patty Moon verantwortet werden. Schnell fällt auf, dass die Musik heute noch sparsamer und persönlicher klingt, näher an der Sängerin und näher am Hörer dran - ähnlich einem Club-Konzert, bei dem die Künstlerin keine drei Armlängen entfernt sitzt und ohne elektronische Verstärkung beim Publikum ankommt. Auch die Melancholie ist wieder mit von der Partie, sie darf aber nicht mit Trauer oder gar klagender Melodramatik verwechselt werden. Davor schützen Patty Moons Klaviermotive, die auch von Yann Tiersen sein könnten, und natürlich ihre glockenklare Stimme, der großes Pathos fremd ist.
Schon 2011 lobte ein Kritiker der FAZ die Zeitlosigkeit von Patty Moons Stücken, „die sich nicht an die Fersen eines Trends heften.“ Und er fuhr fort, „nicht zuletzt dank der englischen Texte erscheint das Trio im besten Sinne europäisch.“ Beides gilt weiterhin, auch für die aktuelle Patty Moon-Platte. Ein weiterer Aspekt ist bei HEAD FOR HOME offenkundiger denn je: gute Songs berühren ihr Publikum immer, ob in sparsamen oder opulenten Arrangements.
Mitwirkende

Musik: Patty Moon (voc, p) | Support: Felix Räuber (voc, git, p)

Foto: PR