A.L. Kennedy

PARADIES

Termine
Sa, 20.01.2018, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Voll: 16.00€
ermäßigt: 12.00€
Schüler, Studenten, Theatercard: 6.50€
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
„...es gibt immernoch die Chance der Auferstehung, eine Bar in der Nähe, wo sich alles regeln läßt.“ So jedenfalls hofft Hannah Luckraft, eine Frau, die trotz einer glücklichen Kindheit in einem liebevollen Elternhaus nur eine wirklich stabile Beziehung in ihrem Leben vorweisen kann, nämlich die zum Alkohol.
Hannah ist eine wie du und ich, intelligent, sympathisch, mit allen Voraussetzungen für ein gelungenes Leben. Aber wie genau sieht ein Leben aus, das gelingt? Wie sind sie
auszuhalten, die täglichen kleinen Verletzungen und Enttäuschungen, woher die Kraft nehmen, einen Lebensplan zu schmieden, wenn die Lösung immer so nah liegt, nämlich auf dem Boden des nächsten Whiskeyglases?
Filmrisse, heitere und weniger erfreuliche Peinlichkeiten häufen sich, auch Hannahs Körper meldet sich lautstark zu Wort, aber sie surft weiter unerbittlich auf Promille durch ihr Leben, immer auf der Suche nach ihrem eigenen kleinen Paradies.

Nach dem gleichnamigen Roman der schottischen Autorin A.L. Kennedy.
Mitwirkende

Bühnenfassung: Philipp Lux, Oda Pretzschner | Regie: Philipp Lux | Darstellerin: Oda Pretzschner | In einer Übersetzung von Ingo Herzke | Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH | Spieldauer: 80 Minuten

Fotos: Detlef Ulbrich

Pressestimmen

„Zu Beginn mag man sie fast, diese etwas abgefuckte, aber selbstironische und feierwütige Frau, die von sich sagt: „Ich zu sein ist ein Beruf!“ Die leere Whiskyflasche wird zum Handy, zum Deoroller, ansonsten spielt Pretzschner alle Figuren, denen Hannah begegnet: ihren Lover, den ebenfalls alkoholsüchtigen Zahnarzt Robert, Bruder, Mutter und Vater in den pianountermalten Szenen, in denen sie zurück in die Kindheit schaut. (…) Sensationell ist Oda Pretzschner, wenn sie in die Rollen der Mit-Alkis in der Gruppentherapie schlüpft.“ (SZ)

„(…) vor allem aber trifft sie (Oda Pretzschner) den sarkastischen und zuweilen selbstironischen Unterton der Erzählfigur, was wichtig ist, denn es ist nicht zuletzt der trockene schwarze Humor, der Hannah über ihren eigenen Ruin erhebt. Körperlich holt Pretzschner ohnehin das Letzte aus sich heraus, etwa wenn sie in bizarrsten Verrenkungen mit dem Kopf nach unten an der Wand klebt oder zu lauter Musik über die Bühne hopst und tanzt, wobei ihre Figur versichert: „Ich bin nicht betrunken, nur außer Kontrolle!“ (DNN)