Cie. Freaks und Fremde nach Motiven von Kazuo Ishiguro

OUT OF SERVICE

Termine
Fr, 04.01.2019, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Voll: 16.00€
ermäßigt: 12.00€
Schüler, Studenten, Theatercard: 6.50€
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Erinnerungen eines unzuverlässigen Erzählers

Die Cie. Freaks und Fremde stellt Untersuchungen über Würde, Verantwortung und Wahrheit in einem Live-Film-Labor an. Als Fahrtenbuch und Melodram dienen dabei Motive von Kazuo Ishiguro. Dabei nimmt das Team einen scheinbar historischen Stoff in einem Film-Set unter die Lupe, arbeitet mit Trickfilm-Techniken wie Stop-Motion und Live-Animationsfilm. Die Lebenswelt der Hauptfigur wird als Modell auf der Bühne untersucht und aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet.
Die Figuren sind hier Puppen, Bilder und Dummies. Die Darsteller geraten über die Rekonstruktion der Geschehnisse und des Gesagten in Konflikte und befragen sich selber. Einstellungen müssen wiederholt, geändert oder gestrichen werden. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten und ihren Vormarsch in Europa erleben wir hier aus einer ungewöhnlichen Perspektive.

Die Cie. Freaks und Fremde untersucht in ihrer neuen Arbeit auf subtile Weise Fragen nach der Verantwortung des Einzelnen an historischen Wendepunkten. Wo beginnt die Verantwortung des Individuums? Entbindet Loyalität von eigener Verantwortung? Was ist Würde? In der öffentlichen Sprache der Gegenwart zeichnen sich gesellschaftliche Veränderungen ab, die Diskursen und Praktiken den Weg ebnen, die vor wenigen Jahren kaum denkbar waren. So sind die Befragung demokratischer Grundprinzipien und Errungenschaften, der Ruf nach starken Nationalstaaten und großen Führerpersönlichkeiten bereits Bestandteil seriöser tagespolitischer Diskurse. Wo beginnen wir aufzuhorchen? Wo beginnt unser Fragen und Hinterfragen?
Mitwirkende

Idee, Szenografie, Darsteller: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Live-Musik: Daniel Williams | Live-Video, Mapping, Schnitt: Beate Oxenfart | Licht: Josia Werth | Beratung Stop-Motion: Yvonne Brückner | Spieldauer: 80 Minuten

Foto: André Wirsig