Cie. Freaks und Fremde nach Motiven von Kazuo Ishiguro

OUT OF SERVICE

Termine
Do, 07.03.2019, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Sa, 09.03.2019, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Voll: 16.00€
ermäßigt: 12.00€
Schüler, Studenten, Theatercard: 6.50€
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Erinnerungen eines unzuverlässigen Erzählers

Die neue Arbeit der Cie. Freaks und Fremde nimmt eine Figur von Bestseller-Autor Kazuo Ishiguro unter die Lupe. Der Butler Stevens, der in dem Roman »Was vom Tage übrig bleibt« auf einer sechstägigen Autofahrt durch England in den fünfziger Jahren sein Leben Revue passieren lässt, macht die bittere Erkenntnis, dass ihm sein Leben durch Finger geronnen ist. Ein Ideal von Würde, Größe und Loyalität bricht zusammen.
In einem Film-Theater-Labor sezieren die Darsteller*innen zusammen mit der Videokünstlerin Beate Oxenfart und dem Musiker Daniel Williams Begriffe wie Erinnerung, Verantwortung des Einzelnen, Demokratie, Würde und berufl iche Identität. »Achtzig pausenlos-spannende Minuten.« (DNN)

Die Cie. Freaks und Fremde untersucht in ihrer neuen Arbeit auf subtile Weise Fragen nach der Verantwortung des Einzelnen an historischen Wendepunkten. Wo beginnt die Verantwortung des Individuums? Entbindet Loyalität von eigener Verantwortung? Was ist Würde? In der öffentlichen Sprache der Gegenwart zeichnen sich gesellschaftliche Veränderungen ab, die Diskursen und Praktiken den Weg ebnen, die vor wenigen Jahren kaum denkbar waren. So sind die Befragung demokratischer Grundprinzipien und Errungenschaften, der Ruf nach starken Nationalstaaten und großen Führerpersönlichkeiten bereits Bestandteil seriöser tagespolitischer Diskurse. Wo beginnen wir aufzuhorchen? Wo beginnt unser Fragen und Hinterfragen?
Mitwirkende

Idee, Szenografie, Darsteller: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Live-Musik: Daniel Williams | Live-Video, Mapping, Schnitt: Beate Oxenfart | Licht: Josia Werth | Beratung Stop-Motion: Yvonne Brückner | Spieldauer: 80 Minuten

Foto: André Wirsig

Pressestimmen

„Wieder gelingt den Freaks in achtzig pausenlos-spannenden Minuten eine Neuerfindung, die mit genau durchdachten und sehr präzisem Spiel sowie großem technischen Gebastel und auffälliger Lichtregie (Josia Werth) aufwartet. Empfehlenswert!“ (DNN)

„Wohl der Kunststadt, die sich derartige Schaffenskraft hält. Das Dresdner Societaetstheater, welches sich eine fast monatliche Perle einer „Freakstadt“ leistet, gibt der Compagnie Freaks und Fremde Halt wie Raum für stete Erneuerung. Das lohnt sich künstlerisch (kommunale Kunstpreisträger) und zeigt fürs Haus auch derart Wirkung, dass auch die Vorstellung am Anfang des neuen Jahres vollständig ausverkauft war.“ (DNN)