William Shakespeare / John von Düffel

MACBETH

Termine
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Inhalt
Macbeth wird nach gewonnener Schlacht prophezeit, er solle König werden. Aber der König lebt und will seinen Sohn als Nachfolger einsetzen. Also muss gehandelt werden.
Zusammen mit seiner Frau beschließt Macbeth den König zu töten. Doch dieser Mord verlangt nach dem nächsten und der fordert neues Blut. Der Sog, den die Prophezeiung zum möglichen Aufstieg an die Macht (bei Lady Macbeth und Macbeth) auslöste, gerät so für (sie) zu einem Alptraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
John von Düffel hat das Drama neu übersetzt und auf die beiden Hauptfiguren konzentriert. Er gelingt ihm so ein fast klaustrophobisches Kammerspiel, in dem sich Gewalt an Schuld, Schuld an Wahn und Wahn an Liebe klammert.
Mitwirkende

Bearbeitung und Übersetzung von John von Düffel | Regie: Arne Retzlaff | Mitwirkende: Oda Pretzschner, Tom Quaas | Aufführungsrechte: rowohlt Theater Verlag | Spieldauer: 70 Minuten

Trailer: artgenossen.tv | Fotos: Stephan Böhlig

Pressestimmen

„Tödlich gut: Tom Quaas und Oda Pretzschner als Lord und Lady Macbeth im Dresdner Societaetstheater. (…) Gute Schauspieler brauchen nicht viel, um ihr Publikum zu verzaubern. Das zeigt sich auch in der Inszenierung von „Macbeth“ am Dresdner Societaetstheater. Tom Quaas brilliert als Macbeth, der nach dem Mord an Schottlands König erst mal rumjammert wie ein Waschlappen. Das erstaunt, er ist schließlich ein gestandener Kriegsheld, dann aber doch bereit, der ersten Bluttat weitere folgen zu lassen. Nicht minder beeindruckend ist Oda Pretzschner als intrigante wie kalkulierende Gattin, die ihre zunächst zaudernde „bessere“ Hälfte mit eisernem Rückgrat antreibt und sich damit als kälteste Grausame der Dramengeschichte gleich nach Medea erweist. (...) Die Inszenierung von Arne Retzlaff kommt ohne Hokuspokus aus. Es muss auch mal ohne wabernde Nebel und Kunstblut gehen. Der Regisseur vertraut ganz den Schauspielern, denen es vortrefflich gelingt, ein atmosphärisch dichtes und klaustrophobisches Kammerspiel zu entwickeln, in dem sich Gewalt an Schuld, Schuld an Wahn und Wahn an Liebe klammert.“ (SZ)

„Eine treffende, zeitgemäße Übersetzung, mit der man auch Schulklassen wunderbar klarmachen
könnte, wie aktuell dieses Stück um Machtbesessenheit noch immer ist. Wer denkt nicht bei Lady
Macbeths Zeile „Wenn wir die Macht besitzen, machen wir die Wahrheit“ an all die Autokraten von Erdogan über Putin bis Trump? Wenn diese wunderbare klare Sprache dann von zwei großen Schauspielern getragen und gelebt wird, ist alles gewonnen.“ (DNN)

„John von Düffel hat nicht nur die fabelhafte Übersetzung geschaffen, er hat das Geschehen ganz auf das Beziehungsdrama der Eheleute konzentriert und das mit königlichen Machtspielen und Mordorgien gespickte Drama so klug verkürzt, dass der Kreislauf von Wahnsinn und Gewalt nachvollzogen werden kann.“ (Die Welt)