William Shakespeare/John von Düffel

MACBETH

Termine
Do, 12.03.2020, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Do, 26.03.2020, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Do, 16.04.2020, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Fr, 17.04.2020, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Voll: 16.00€
ermäßigt: 12.00€
Schüler, Studenten, Theatercard: 6.50€
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Shakespeares Drama vom blutigen Aufstieg und Fall eines Paares. Macbeth wird nach gewonnener Schlacht prophezeit, er solle König werden. Aber der König lebt und will seinen Sohn als Nachfolger einsetzen. Also muss gehandelt werden.
Zusammen mit seiner Frau beschließt Macbeth den König zu töten. Doch dieser Mord verlangt nach dem nächsten und jeder weitere fordert wieder neues Blut. Der Sog, der die Prophezeiung zum möglichen Aufstieg an die Macht bei den Eheleuten auslöst, gerät so für sie zu einem Alptraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
John von Düffel hat das klassische Drama neu übersetzt und sich dabei auf die beiden Hauptfiguren konzentriert. Es gelingt ihm ein fast klaustrophobisches Kammerspiel, in dem sich Gewalt an Schuld, Schuld an Wahn und Wahn an Liebe klammert.

John von Düffel wurde 1966 in Göttingen geboren und wuchs u. a. auf in Londonderry/Irland, Vermillion, South Dakota/USA und diversen kleineren deutschen Städten. Er studierte Philosophie, Volkswirtschaft und Germanistik in Stirling/Schottland und Freiburg im Breisgau, wo er 1989 mit einer Arbeit über Erkenntnistheorie promovierte, und war anschließend Theaterkritiker. Seit 1991 arbeitet er als Autor und Dramaturg, zuerst am Theater der Altmark in Stendal (1991 bis 1993), danach am Staatstheater Oldenburg (1993 bis 1996), Theater Basel (1996 bis 1998), Schauspiel Bonn (1998 bis 2000) und Thalia Theater Hamburg (2000 bis 2009). Seit Herbst 2009 ist er Dramaturg am Deutschen Theater Berlin. John von Düffel hat Romane, Essays, Übersetzungen und Bearbeitungen veröffentlicht.
2006 wurde John von Düffel mit dem Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
Mitwirkende

Bearbeitung und Übersetzung von John von Düffel | Regie: Arne Retzlaff | Mitwirkende: Oda Pretzschner, Tom Quaas | Aufführungsrechte: rowohlt Theater Verlag | Spieldauer: 70 Minuten

Trailer: artgenossen.tv | Fotos: Stephan Böhlig

Pressestimmen

„Tödlich gut: Tom Quaas und Oda Pretzschner als Lord und Lady Macbeth im Dresdner Societaetstheater. (…) Gute Schauspieler brauchen nicht viel, um ihr Publikum zu verzaubern. Das zeigt sich auch in der Inszenierung von „Macbeth“ am Dresdner Societaetstheater. Tom Quaas brilliert als Macbeth, der nach dem Mord an Schottlands König erst mal rumjammert wie ein Waschlappen. Das erstaunt, er ist schließlich ein gestandener Kriegsheld, dann aber doch bereit, der ersten Bluttat weitere folgen zu lassen. Nicht minder beeindruckend ist Oda Pretzschner als intrigante wie kalkulierende Gattin, die ihre zunächst zaudernde „bessere“ Hälfte mit eisernem Rückgrat antreibt und sich damit als kälteste Grausame der Dramengeschichte gleich nach Medea erweist. (...) Die Inszenierung von Arne Retzlaff kommt ohne Hokuspokus aus. Es muss auch mal ohne wabernde Nebel und Kunstblut gehen. Der Regisseur vertraut ganz den Schauspielern, denen es vortrefflich gelingt, ein atmosphärisch dichtes und klaustrophobisches Kammerspiel zu entwickeln, in dem sich Gewalt an Schuld, Schuld an Wahn und Wahn an Liebe klammert.“ (SZ)

„Eine treffende, zeitgemäße Übersetzung, mit der man auch Schulklassen wunderbar klarmachen
könnte, wie aktuell dieses Stück um Machtbesessenheit noch immer ist. Wer denkt nicht bei Lady
Macbeths Zeile „Wenn wir die Macht besitzen, machen wir die Wahrheit“ an all die Autokraten von Erdogan über Putin bis Trump? Wenn diese wunderbare klare Sprache dann von zwei großen Schauspielern getragen und gelebt wird, ist alles gewonnen.“ (DNN)

„John von Düffel hat nicht nur die fabelhafte Übersetzung geschaffen, er hat das Geschehen ganz auf das Beziehungsdrama der Eheleute konzentriert und das mit königlichen Machtspielen und Mordorgien gespickte Drama so klug verkürzt, dass der Kreislauf von Wahnsinn und Gewalt nachvollzogen werden kann.“ (Die Welt)