Martin Walser

EIN FLIEHENDES PFERD

Termine
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Den elften Sommer verbringen sie schon am Bodensee, der Studiendirektor Helmut Halm und seine Frau Sabine, immer in der gleichen Ferienwohnung. Ein bisschen schwimmen, ein bisschen wandern, ein bisschen lesen und sich dabei anschweigen: ein altgedientes Paar, das sich eingerichtet hat in der Einsamkeit zu zweit. Nichts wäre widerlicher, als hier einen Kollegen zu treffen oder einen Freund von früher. Aber da läuft er ihnen direkt auf der Kurpromenade schon in den Weg ...
Helmut trifft seinen ehemaligen Schulkameraden Klaus, der mit seiner um etliche Jahre jüngeren, aufreizend attraktiven Frau einen sportlich-dynamischen Urlaub antritt. Es kommt, wie es kommen muss. Man lädt sich zur gemeinsamen Segelpartie ein. Ein Sturm zieht auf nicht nur am Himmel über ihren Köpfen, sondern auch zwischen den zwei so verschiedenen Paaren. Wir erleben den Überlebenskampf zweier Männer mit sehr verschiedenen Anschauungen und Verhaltensweisen.
Der Abend entstand in der Dramatisierung der gleichnamigen Novelle von Martin Walser.
Mitwirkende

Mitarbeit Bühnenfassung: Ulrich Khuon | Bearbeitung, Regie: Amina Gusner | Darsteller: Natalie Hanslik, Tom Mikulla, Oda Pretzschner, Thomas Stecher | Ausstattung: Inken Gusner | Aufführungsrechte: Suhrkamp Verlag | Spieldauer: 75 Minuten

Fotos: Detlef Ulbrich

Pressestimmen

„Die am Societaetstheater bereits erfolgreiche Amina Gusner („Biografie: Ein Spiel“, „Scheitern, aber richtig!“) hat diese intensive Gesellschaftsstudie von Martin Walser auf die Bühne gebracht und fesselt die Zuschauer von der ersten Sekunde an mit durchdringenden und kontroversen Szenen.“ (DNN)

„0da Pretzschner lässt gekonnt die vielen Facetten dieser Rolle aufscheinen. (…) Wie sich Sabine und Helen annähern und abstoßen, Nähe zulassen und Distanz verteidigen, ist starkes Schauspiel. (…) Die anderthalb Stunden, in denen Walsers Pferd über den Bodensee zu entfliehen droht, vergehen kurzweilig. Vielleicht ist das Publikum auch so gefesselt, weil es das, was auf der Bühne verhandelt wird, so ähnlich aus dem Leben kennt: dann vermutlich als Drama. Doch auf der Bühne gibt es noch Hoffnung.“ (SAX-Stadtmagazin)

„Wer Martin Walsers gleichnamige Novelle liest, der kann die Baden-Württemberg-Schwüle der Siebzigerjahre ausblenden, so spannungsreich prallen die unterschiedlichen Lebensentwürfe aufeinander. Walsers Text ist ein moderner Klassiker, der verfilmt, verhörspielt und nun eben wieder vertheatert wurde.“ (SZ)