Axel Hacke

DIE TAGE, DIE ICH MIT GOTT VERBRACHTE

Termine
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Alltagstrott und Großstadttristesse. Im immer gleichen Rhythmus wechselt ein Mann zwischen Arbeits- und Familienleben. Bis mit einem Mal eine Häufung merkwürdiger Dinge passiert. Ein Zug setzt ihn galant vor der Haustür ab, ­beinahe wird er von einem Globus erschlagen, und dann verfolgen ihn Regenwolken bis ins Badezimmer. Die einzige Kohärenz ist ein älterer Herr, der plötzlich in seiner Nähe auftaucht und ganz offensichtlich an einer engeren Bekanntschaft interessiert ist.
Langsam wird dem Mann klar, dass er es hier mit niemand Geringerem als Gott zu tun hat, der der Einsamkeit des Universums für eine Weile entkommen und sich mit dem Ergebnis seiner Schöpfung auseinandersetzen will. Doch Axel Hackes Gott ist nicht allwissend und schon gar nicht unfehlbar. Auch wenn er den Mann auf eine Entdeckungsreise zu den so oft übersehenen Schönheiten der Welt mitnimmt, ist sein Grundton wehmütig, denn was er erschaffen hat, kann er nicht mehr rückgängig machen. Und er muss erkennen, dass auf dieser Welt doch mehr im Argen liegt, als er sich hatte vorstellen können.

Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung ­Magazins in München. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher, veröffentlicht im Verlag Antje Kunstmann, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, »Der kleine Erziehungsberater « und »Der weiße Neger Wumbaba« wurden Bestseller.
Mitwirkende

Bühnenfassung: Robert Koall | Regie: Jan Böde | Mitwirkende: Thomas Förster, Grian Duesberg, Elke Zeh | Bühnenbild: Frank Heublein | Kostüme: Miriam Goerdt, Nadja Herklotz | Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag | Spieldauer: ca. 80 Minuten

Foto: Detlef Ulbrich

Pressestimmen

„Der von Thomas Förster hinreißend gespielte Gott entspricht in dieser ungemein ansehnlichen Inszenierung von Jan Böde nicht „so ganz“ (das ist jetzt noch untertrieben) den Vorstellungen, die man so mit Gott verbindet. … Zwischen dem namenlosen Mann und Gott entspinnen sich – und zwar nicht nur beim Bier – bemerkenswerte Dialoge über die Schöpfung, die Religion, das Gottesverständnis. Axel Hacke zeigt in seiner versponnenen und gerade deshalb einnehmenden Geschichte einen Schöpfer, der einerseits unglücklich ist über die Unvollkommenheit des eigenen Werks, andererseits aber darauf beharrt, dass seine Idee nun mal das Unvollkommene gewesen sei.“ (DNN)

„Die Pointen sind so gut verteilt, dass sich das Stück zu einem kurzweiligen Abend zwischen Mensch und Gott fügt … Grian Duesberg spielt diesen Menschen. Ist sein Mund gerade mal nicht verblüfft geöffnet, stellt er Fragen. Er ist das Aber in Person, ein Dauerzweifler mit wirren Locken, der durch das karge Bühnenbild stolpert und sich authentisch vom Galgenhumor in händeringende Verzweiflung stürzt. Grund dafür ist Gott, dieser ältere Herr mit bloßen Füßen und verschiedenen Legginsbeinen. Schauspieler Thomas Förster verleiht dem Schöpfer die nervenaufreibende Na-Und-Haltung eines gealterten Rockstars; etwas selbstverliebt, etwas weltverschmerzt … „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ betritt kein gedankliches Brachland. Aber es hält dem Zuschauer geschickt den Spiegel vor: Wir sind vielleicht nur Zufall, und vielleicht ist der Kern unserer Welt nur ein großes Egal. Die Antwort auf unsere Fragen wird kein Gott uns geben können. Das müssen wir selbst. Um Gottes willen.“ (SZ)