Yasmina Reza

DER GOTT DES GEMETZELS

Termine
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Wenn Kinder sich in der Schule prügeln, bleibt das oft nicht ohne Folgen für die Eltern. Man muss sich treffen und gemeinsam ein Schadensprotokoll für die Versicherungen aufsetzen. Eigentlich ganz einfach, wenn man einen zivilisierten Umgang pflegt. Was aber, wenn die gutbürgerliche Fassade bröckelt?
Ferdinand und Bruno, zwei elfjährige Jungen, hatten Streit, der darin gipfelte, dass einer zwei Schneidezähne verlor. Nun müssen die Eltern ein Schadensprotokoll für die Versicherung aufsetzen. Man lädt sich ein, um bei Kuchen und Kaffee den Vorfall zu besprechen. Doch schon bei der Formulierung des ersten Satzes kommt man ins Stolpern. Was heißt hier, mit einem Stock „bewaffnet“? Und warum kam es eigentlich zum Streit? Aber „zum Glück gibt es“, meint Brunos Mutter, „immer noch die Kunst des zivilisierten Umgangs.“ Doch spätestens als Ferdinands Vater nicht ganz saubere anwaltliche Entscheidungen vor aller Ohren telefonisch regeln muss, gerät der Nachmittag in unruhige Gewässer.
Das Karussell der Konversation beginnt sich zu drehen: langsam, dann zunehmend schneller bis sich schließlich der Gott des Gemetzels des Raumes bemächtigt ...

Rezas bitterböse Komödie wurde sehr schnell ein Welterfolg und sowohl in Europa wie Amerika mit Preisen überhäuft. 2011 verfilmte sie Roman Polanski.
Mitwirkende

Regie: Constanze Kreusch | Darsteller: Oda Pretzschner, Anne Keßler, Tom Mikulla, Mario Grünewald | ca. 80 Min.

Fotos: Volker Metzler

Pressestimmen

„Kann man überhaupt die dramatische Komödie von Yasmina Reza, 2011 von keinem Geringeren als Roman Polanski mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Walz und J. C. Reilly verfilmt, noch besser auf die Bühne bringen? Ja, man kann! Weil wir als Zuschauer ganz nah dran sind, wenn sich in 80 kurzweiligen Minuten Menschen völlig verwandeln und lügen, beschimpfen, aber am Ende sogar kotzen.“ (Wochenkurier)

„Die Spannung bleibt bis zum Schluss, nie lässt sich absehen, wie diese unerbittlichen Wortgefechte ausgehen könnten.“ (DNN)