Albert Camus

DER FREMDE

Termine
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Meursault, ein kleiner Angestellter, ist unterwegs zum Begräbnis seiner überraschend gestorbenen Mutter. Er erlebt es in seltsamer Gleichmut. Zurück in Algier, geht das Leben im gewohnten Rhythmus weiter.

Bühnenfassung von Werner Düggelin und Ralf Fiedler, Übersetzung von Uli Aumüller.
Mersault geht ins Kino, trifft beim Baden Marie. Beginnt eine Affäre mit ihr. Weiß nicht, ob es Liebe ist, spricht aber von Heirat. Die Dinge seines Lebens geschehen, bedeutungslos zwangsläufig, jenseits von Glück und Unglück. So begleitet er Raymond auf einem Strandspaziergang und wird wenig später zufällig zum Mörder ...
Albert Camus’ „Der Fremde“ wird oft als Schlüsselwerk der Philosophie des Absurden angesehen. Noch heute hat dieses Werk nichts von seiner beunruhigenden Kraft verloren. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt: „Es ist die Demut, die man Mördern schuldet, deren tödlichem Schrecken und Qual man anders als durch erschrockene Einfühlung nicht nahekommt.“ Das Societaetstheater greift auf die Fassung des Baseler Theaters von 2008 zurück.
Mitwirkende

Regie: Arne Retzlaff | Darsteller: Tom Quaas, Mario Grünewald | Bühne, Kostüm: Tom Böhm | Sounddesign: Bernd Krakowsky | Spieldauer: ca. 80 Minuten

Fotos: Detlef Ulbrich

Pressestimmen

„Es ist eine Herausforderung, einen solchen Text, der einem ewigen Monolog gleicht, auf der Theaterbühne erlebbar zu machen. Retzlaff ist das gelungen, denn er überfrachtet die Inszenierung nicht, sondern vertraut der Kraft von Camus’ Sprache.“ (SZ)

„Grünewald ist immer Mersault, Quaas ist es ab und an: die besagte Figurensymbiose, die Dialoge und Tempo mit sich bringt. Quaas spielt noch alle anderen Figuren: den Zuhälter Raymond, den Wirt Céleste oder auch Marie,
Mersaults Geliebte. Und wenn Quaas zum fordernden Staatsanwalt wird, kann das durchaus auch sehr laut werden.
All das konzentriert sich auf kleiner Bühne, die flankiert wird von einem Dutzend verschiedener weißer Stühle. Sie verwandeln sich in Mersaults Zimmer, später in seine Zelle, das Gericht oder auch den Strand. Ein ansonsten völlig
ohne Requisiten auskommendes Stück, das in dieser Fokussiertheit auf den Text alles in sich trägt. Mehr braucht es tatsächlich nicht.“ (DNN)