Cie. Freaks und Fremde

DER BAU (Franz Kafka)

Termine
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Der Baubewohner weiß, was richtig und falsch ist. Mit seiner Stirn hat er sich ein Paradies in den Waldboden gegraben und lebt dort in sicherer Entfernung zur Gesellschaft.
In der Ruhe seines Baus kann er aufatmen, kann in wohligen Schlaf sinken auf seinen angesammelten Vorräten. Er ist stolzer Herrscher des selbsterschaffenen Reichs, Erbsenzähler und Medium flirrender Angst in allen Schattierungen. So sehr er sie ignorieren will – es gibt sie doch, die Welt dort draußen. Sie werden kommen. Sie wollen ihn, sie wollen teilhaben an seinem Wohlstand, ihn vernichten. Doch wer ist „er“ und wer sind „sie“?
Ein Theaterthriller über Isolation, Angst und Einsamkeit. Ein Hörstück für zwei Stimmen, ein Tier und einen Sounddesigner.

FREAKSTADT heißt das monatliche Format der Cie. Freaks und Fremde im Societaetstheater. Die Compagnie zeigt ihre aktuellen Produktionen. Gemeinsam mit künstlerischen Gästen und Zuschauern wird experimentiert und geforscht, Grenzen werden zerdehnt, Texte neu entdeckt. Theater, Tanz, Musik, Performance, Ausstellungen, Film, Diskurs, Unterhaltung und Überforderung. Auch im Januar feiert man hier das Theater als Labor der Künste.
Mitwirkende

Idee, Ausstattung, Performance: Sabine Köhler, Heiki Ikkola | Komposition, Live-Sound-Design: Daniel Williams | Lichtdesign: Josia Werth

Fotos: André Wirsig

Pressestimmen

„Freaks und Fremde in Gestalt von Sabine Köhler und Heiki Ikkola werden nicht nur zu diesem namenlosen Tierwesen, indem sie sich den Text immer wieder zuspielen, ihn überlappen lassen, ihn auch mal gleichzeitig sprechen. Sie machen das Ganze darüber hinaus zu einem Pas de trois – mit einer menschlichen Puppe, die beide oft parallel führen. Auf sie ist das Auge des Zuschauers gerichtet, sie avanciert zum Star des Abends. Und was bei Kafka Tier war, wird hier über die Puppe zum Menschen. (...) So entsteht tatsächlich ein Sog in diese erdenschwere Paranoia hinein, die durch Kafkas Text entworfen wurde. Die Musik (Komposition und Live-Sound-Design: Daniel Williams) spielt dabei eine tragende Rolle, bis hin zur akustischen Verzerrung. Sie ist ständig essentieller Teil der Szene.“ (DNN)

„Doch gerade weil Ikkola und Köhler in keinem Moment irgendwo moralisch herumfuchteln, wirkt der Abend so drastisch, dass man sich keine der 90 Minuten langweilt.“ (SZ)