Henry Miller

DAS LÄCHELN AM FUẞE DER LEITER

Termine
Fr, 24.08.2018, 20.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
So, 16.09.2018, 17.00 Uhr Karten
Kleine Bühne
Voll: 16.00€
ermäßigt: 12.00€
Schüler, Studenten, Theatercard: 6.50€
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Das erzählerische Kabinettstück Henry Millers: Die Geschichte vom Clown, der sich nicht damit zufrieden geben mag, die Leute zum Lachen zu bringen. So ist es die Geschichte von seinem Lächeln, seiner Trance, dem Mond und der Leiter.
Der Clown August ist auf dem Gipfel des Ruhms angekommen und wirft alles hin. Er taucht ein in die Masse der Namenlosen, versteckt sich hinter anderen Identitäten. Vielleicht geht er auch nach Südamerika? Aber er ist kein Albatros! Auch er hat Hunger. Er hatte seine eigenen Grenzen überschritten. Das Lachen der Menschen genügte ihm nicht mehr, er wollte ihnen die Freude schenken. Aber Freude ist die Gabe Gottes. Wohin in der Welt? Wohin mit sich selbst?
Die Gestalt des Clowns August gleicht dem Autor Miller vielleicht am ehesten in seiner Suche nach Reinheit und Glückseligkeit. Der Held verliert seine Identität und findet sie wieder. Eine Künstlergeschichte voller Schönheit und Verzweiflung, voller Poesie und Musik. Traumhaft, surrealistisch und weise.

Henry Miller ist ein deutschstämmiger amerikanischer Schriftsteller und Maler. Seine bekanntesten Werke heißen „Wendekreis des Krebses“, „Wendekreis des Steinbocks“, „Stille Tage in Clichy“ und „Sexus“.
Mitwirkende

Regie: Arne Retzlaff | Darsteller: Tom Quaas, Paula Henke-Quaas | Illusion: Wolfram von Bodecker | Bühne: Tilo Schiemenz | Aufführungsrechte: Rowohlt Theaterverlag | Spieldauer: 70 Minuten | Deutsche Übersetzung: Herbert Zand | Copyright: 1948 Henry Miller Estate, 1961 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

Fotos: Stephan Böhlig

Pressestimmen

„Es ist Tom Quaas, der in der Inszenierung „Das Lächeln am Fuße der Leiter“, die am Freitag im Dresdner Societaetstheater Premiere hatte, diesen August spielt. Gestisch und mimisch zieht er mal wieder alle Register. Es ist entsprechend Genuss pur, ihm dabei zuzusehen. Das Stück beruht auf einem Text von Henry Miller, der in vielen Werken ganz gern Sex, Exzess und Tabubruch frönte, mit dieser Fabel aber bewies, dass er auch ein ungemein poetischer Autor sein konnte. (...) Regie führte Arne Retzlaff, der reichlich stimmungsvolle, poetische Momente einbaute, etwa wenn er Quaas mit einem Papierklumpen kämpfen lässt und dieser dann in tausend kleine Schnipsel zerstiebt. Der Hintergrund der Bühne ist mit schwarzem Samt ausgeschlagen, sodass Magie pur und mehr als nur ein Hauch von Schwarzem Theater in der Luft liegen, wenn Gegenstände scheinbar schwerelos durch den Raum schweben. Es ist Paula Henke-Quaas, die hier eindrucksvoll agiert, aber halt das Pech hat, dass sich der Spruch „Die im Dunkeln sieht man nicht“ auch in diesem Fall bestätigt.“ (SZ)

„Es ist doch deutlich ein Glücksfall für das Theater, wenn ein längst bekannter, mehr oder weniger vertrauter oder auch in Vergessenheit geratener Text mit der Kraft des Spiels szenisch aufzuleben vermag, sich Sprach- und Körperbilder zusammenfinden, um eine denkwürdige Geschichte zu erzählen. (…) Auch bei der szenischen Auseinandersetzung mit dem Text in Dresden ist alles gut beieinander. Tom Quaas spielt die herausfordernde Geschichte wie in einem Atemzug, erspürt die Wechsel von unendlich alt und müde bis zu hoffnungsfroh und grenzenlos liebend. (…) Dass ihm dabei nicht minder erfahrene Theaterleute wie Regisseur Arne Retzlaff und für die szenische Gestaltung Tilo Schiemenz zur Seite stehen, ist ebenso ein glückliches Zusammentreffen, zumal sich auch die spielerisch-jonglierende Seite von Schiemenz im Zusammenwirken mit Quaas schon immer bestens entfalten konnte. Großes Theater in einem kleinem Raum.“ (DNN)