Max Frisch

BIOGRAFIE: EIN SPIEL

Termine
Fr, 09.11.2018, 20.00 Uhr Karten
Gutmann-Saal
Sa, 10.11.2018, 20.00 Uhr Karten
Gutmann-Saal
Mi, 26.12.2018, 20.00 Uhr Karten
Gutmann-Saal
Do, 27.12.2018, 20.00 Uhr Karten
Gutmann-Saal
Voll: 16.00€
ermäßigt: 12.00€
Schüler, Studenten, Theatercard: 6.50€
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Herr Kürmann hat ein Problem: er hätte gern ein anderes Leben gelebt. Vor allem möchte er die Ehe mit seiner zweiten Frau Antoinette rückgängig machen. Pläne hätte er da schon. Also soll er eine zweite Chance erhalten. Nur, wo neu beginnen? In der Kindheit? Bei seiner ersten Liebe in Amerika? Oder seiner ersten Ehe in Europa? Viele Türen scheinen offen. Aber warum führen seine neuen Entscheidungen immer wieder zu jenem Leben, das Kürmann eigentlich verlassen möchte?
Ein amüsantes Spiel über das Leben wie es sein sollte und wie es letztlich ist. Max Frisch schrieb das Stück im Jahr 1967 und im Jahr 1984 passenderweise noch einmal um. Es avancierte an den deutschsprachigen Bühnen zum viert meist gespielten Theaterstück Frischs, nach den Erfolgsstücken „Andorra“, „Biedermann und die Brandstifter“ und dem vielfach fürs Theater inszenierten Roman „Homo Faber“. In Frischs Werken geht es häufig um die Um- oder Neukonstruktion der eigenen Biografie.

Natalie Hanslik ist mit dieser Spielzeit am Düsseldorfer Staatsschauspiel engagiert. Ihre Rolle der Antoinette Stein wird nun freundlicherweise Lilli Jung übernehmen.
Mitwirkende

Regie: Amina Gusner | Darsteller: Lilli Jung, Thomas Stecher, Tim Mackenbrock | Bühne: Inken Gusner | Spieldauer: 80 Minuten

Hinweis: Die Rolle der Antoinette Stein spielt ab Oktober 2018 Lilli Jung.

Titelfoto: Christiane Michel | Szenenfotos: Stephan Böhlig

Pressestimmen

„Eine furiose Inszenierung (...) Mit Max Frischs Biografie: Ein Spiel“ in der Regie von Amina Gusner setzt das Societaetstheater zum Start ein Werk in die jetzige Welt, das seit Jahren seinesgleichen sucht und wohl ein Weilchen das Maß der Dinge für theatrale Beziehungsgeschichten im Format Kammerspiel bleiben dürfte." (SAX)

„Gelungene Premiere von Max Frischs »Biografie: Ein Spiel« im Societaetstheater (...) Regisseurin Amina Gusner muss ein Stück weit gegen das Schicksal dieser Ehe-Komödie ankämpfen, die seit ihrer Uraufführung vor fast 50 Jahren immer wieder als banal und unpolitische Lebensanalyse verrissenen oder – wohl noch schlimmer für Frisch – belächelt wurde. Und das tut sie mit gutem Timing für Stimmungswechsel und einem interessanten Fokuswechsel. (…) Tim Mackenbrock beherrschte diesen unterhaltsamen Frisch-Abend komplett und brachte dem Trio am Ende viel Bonusapplaus ein.“ (DRESDNER KULTURMAGAZIN)

„Was Kürmann lähmt und zaudern lässt, sind seine Erinnerungen an die Zukunft. Noch immer scheint es komisch, dass er diese Frau, die ihn immerhin zweimal täglich besucht, loswerden, aber auf keinen Fall verlieren will, am besten dadurch, dass er ihr gar nicht erst begegnet oder wenigstens rechtzeitig ausweicht. Wie schwer das gegen ihren Willen ist, kann Stecher durchaus emotional und nicht nur durch scheiternde taktische Winkelzüge vermitteln. Dass er sich weigert, seinen Sohn „wegzudenken“, doch im Verlauf des Experiments sein Verhalten und wichtige Entscheidungen ändert, erhält in dieser Inszenierung besonderes Gewicht. Letztlich ist das, was er wie jeder von uns lernen muss(te), loszulassen. Und sich dann vielleicht noch auf etwas Neues einzulassen, wie spät auch immer. Viel Beifall eines im Durchschnitt recht gereift erscheinenden Premierenpublikums.“ (DNN)