Jakob Hein

HERR JENSEN STEIGT AUS

Termine
(diese Preise gelten nur an der Theaterkasse)
Inhalt
Herr Jensen ist Briefträger bei der Post. Eigentlich ist er zufrieden mit seinem Leben und die „betriebsbedingte Kündigung“ trifft ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Nach dem Roman von Jakob Hein. In einer Bühnenfassung von Christoph Mehler und Julie Paucker.
Herr Jensen versteht die Welt nicht mehr, denn plötzlich muss er ins Jobcenter, obwohl ihm gesagt wird, dass es keine Arbeit für ihn gäbe. Er muss Umschulungen besuchen, die ihn „fit for Gastro“ machen sollen, wo er doch nichts anderes sein möchte als ein Postbote, der früh durch die Straßen zieht und Postkästen füllt und leert.
Extreme Situationen bringen selbst so unauffällige Zeitgenossen wie Herrn Jensen auf extreme Gedanken. Beschäftigungslos, wie er jetzt ist, beginnt er sich intensiv mit dem Zustand der Beschäftigungslosigkeit zu beschäftigen und entdeckt dabei verblüffende Tätigkeiten: zum Beispiel analytisches Fernsehen. Dass Herr Jensen am Ende seines Selbstversuchs seinen Guckkasten aus dem Fenster wirft, ist Resultat seiner gründlichen Analyse, genauso wie die Diagnose, dass er nicht das ist, was gesellschaftlich als „normal“ gilt. Diese Erkenntnis weckt seinen Widerstand. Herr Jensen erteilt der Welt, die ihn in ihre Funktionsschemata einbauen will, eine entschiedene Absage. Er steigt aus ...

„Man sollte arbeiten gehen. Man sollte eine Frau oder zumindest häufig Sex haben. Man sollte viele Freunde haben. Man sollte die aktuelle Mode kennen. Man sollte Ahnung von Musik haben. Man sollte fröhlich sein. Man sollte Geld haben. Man sollte schön sein. Man sollte etwas mit sich anfangen. Man sollte Träume haben.“ (Jakob Hein)
Mitwirkende

Darsteller: Philipp Otto

Fotos: Detlef Ulbrich

Pressestimme

„Philipp Otto spielt, schreit, flüstert und wimmert, als ginge es um sein Leben. Ein Theater-Erlebnis, das lange in Erinnerung bleiben wird.“ (Ostthüringer Zeitung)

„Der in Leipzig geborene Schriftsteller Jakob Hein zeichnet in seinem jüngsten Roman „Herr Jensen steigt aus“ das tragische, aber humorvoll verpackte Porträt eines Sonderlings.“ (Der Spiegel)