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SPURV LÆRKE (DÄNEMARK)

(NORDIC WALKING | KONZERT KOMPAKT | 6 Abende = 6 Bands aus Schweden, Finnland, Dänemark & Island)

Kairo, Athen, Karthago, Rom, Konstantinopel, Lissabon, Madrid, Paris, Amsterdam, London, Berlin >>> dass sich das kulturelle Epizentrum entgegen der letzten Völkerwanderung nach Norden verschiebt, ist eigentlich nicht einzusehen und doch (...). Dass sich of all things die kleinen, skandinavischen Drei-, Vier-, Fünf-Millionen-Völker der angloamerikanischen Kultur- Hegemonie entgegenstellen, ist ein Ding. Aller Voraussicht nach gehört das 21. Jahrhundert kulturell den Wikingern. Aber Spaß beiseite: Friska Viljor, Maria Timm, die Shout Out Louds, Johnossi, The Broken Beats, Nervous Nellie, das Border-School-Modell greift um sich - greift sogar in Mischformen. Kristina Kristoffersen verleiht dem dänisch-US-amerikanisch-deutsch-russischen Konglomerat SPURV LÆRKE jenes Lächeln, das immer nur skandinavische Bands besitzen. Das bleckt, blitzt, glitzert und rotiert, als gäbe es kein Gestern. Ein Thor (ha,ha..) der was dagegen hat. Märchen vom Rande des großen Otters, da geboten in aller Unschuld, feilgeboten den Kritikern und Spöttern, tanzend unter Discokugeln, als ob´s kein Morgen gäbe.

Und genau dort, im Norden, zwischen Gestern und Morgen, blühen die Geschichten vom Mädchensein, von Cinderella´s Frauenarzt, der sich als Stalker entpuppt und anderen Gediegenheiten. Ach so, und ob die Musik nun Prä-, Post- Avant- oder Dingenskirchen-Punk ist, sollen andere beurteilen. Mir reicht: Sie jauchzt vor Angst und heult vor Freude - das war schon immer genug.

...und das 21. Jahrhundert gehört den Wikingern. Wetten?! Aber Spaß beiseite.

(Carsten Roth, Hazelwood Tourism)

Foto: PR

Mitwirkende

Musik: Kristina Kristoffersen (Vocals) | Niklas Kleber (Guitar) | Robert Fischer (Drums) | Dave Stephens (Bass) | Malte Horstmann (Keys)