Festival szene:BALTIKUM vom 03. - 13. Mai 2012
Ein internationales Festival von Societaetstheater Dresden und HELLERAU-Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Zum sechsten Mal lädt das Societaetstheater vom 3. - 13. Mai 2012 zu einem internationalen Theaterfestival mit einem speziellen Länderschwerpunkt ein.
Unter dem Motto „szene:BALTIKUM“ werden Künstler aus Estland, Lettland und Litauen interessante Einblicke in zeitgenössisches Schauspiel, Tanz- und Objekttheater der baltischen Staaten geben. Unter anderem ist geplant, Inszenierungen von OSKARAS KORSUNOVAS THEATRE (Lit), MART KANGRO (Est), VON KRAHL THEATRE (Est), UMKA.lv & BETONTANC (Lv), UNITED INTIMACY & ANDREJS JAROVOJS (Lv), VLADISLAVS NASTAVSHEVS & Dirty Deal Teatro (Lv) und ELINA BREICE (Lv) dem Dresdner Publikum vorzustellen.
Liebhaber von Spiel- und Kurzfilmen können sich ebenfalls auf neue Arbeiten aus den nordischen Regionen freuen.
Ein spezielles Rahmenprogramm widmet sich dem Gespräch über aktuelle Tendenzen in Gesellschaft und Kunst zwischen den Gästen und Dresdnern.
In diesem Jahr wird HELLERAU-Europäisches Zentrum der Künste Dresden als Kooperationspartner des Festivals dabei sein. Zudem wird das Festival von der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen unterstützt.
Die jeweils aktuellsten Informationen finden sich unter
http://www.societaetstheater.de/Festivals/szeneBALTIKUM.html
Kartenverkauf ab März 2012
Das Foto von D. Matvejev zeigt das Stück NACHTASYL (nach Maxim Gorki) der litauischen Gruppe OSKARAS KORSUMORAS TEATRIS.
Der litauische Star-Regisseur Oskaras Koršunovas sagt über die Inszenierung: "Dies ist unsere erste Theateraufführung, in der wir uns nicht auf das Ergebnis konzentrieren, sondern im Vordergrund steht, uns selbst zu entdecken und zu entwickeln, so dass die Akteure nicht nur Figuren schaffen, sondern auch in der Realität bei sich bleiben.
Gorkis Text wird nur dann relevant, wenn der Schauspieler in der Lage ist, seine Figur oder Rolle aus seinem oder ihrem eigenen Grund wachsen zu lassen, so zu sprechen, als basierte sie auf seiner oder ihrer eigenen Erfahrung. Dies ist das höchste Ziel dieses Versuchs. Einen Schnittpunkt zu erreichen zwischen der Persönlichkeit des Schauspielers und der Figur, die er oder sie schaffen."
In "Nachtasyl" findet sich nicht die überwältigende Theatralik und das Spiel mit kulturellen Symbolen, die für Koršunovas' Arbeit so charakteristisch ist. In dieser Performance wird "die vierte Wand" so weit zerstört, dass Schauspieler und Zuschauer wie echte Freunde werden.
"Nachtasyl" (Premiere am 22. Oktober 2010) wurde auf dem Festival homo novus 2010 als beste litauische Leistung ausgezeichnet und Schauspieler Darius Gumauskas als der beste litauische Darsteller.
