SCHWARZER VOGEL ROTER HIMMEL

Detail

SCHWARZER VOGEL ROTER HIMMEL

Ein Raum. Ein Mann. Eine Frau. Die klassische Situation.

(OFF: Dresden)

Er spricht sie an. Sie reagiert. Keine Antwort. Sie bewegt sich. Er kann nicht nachvollziehen. Jeder spricht seine eigene Sprache. Der Dialog wird auf die verschiedensten Arten und Weisen probiert. Scheitert. Glückt scheinbar. Misslingt. Verfängt sich im Absurden. Dreht sich im Kreis. Es öffnen sich Unmöglichkeitsräume.
Die beiden Ausdrucksformen Sprache und Tanz treffen sinnbildlich dafür aufeinander. Der Schauspieler spricht. Die Tänzerin tanzt. Beide verfangen sich in Körperkonstellationen.
"Die shot AG Dresden präsentiert Beziehungskomik der besonderen Art" (Tanznetz)
"Das Besondere an der Inszenierung ist, wie stimmig und dicht sich das Geflecht aus Bewegung und Worten entwickelt. Wo jeder weiß, dass es nur eine Schleife aus unzähligen Umkreisungen ist, sich die Momente immer wiederholen, die Hoffnung immer wieder abstirbt. Dafür finden sie beredte Bilder ... Eine wahrhaft sinnliche, intelligente Aufführung von knapp einer Stunde." (DNN)

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Landeshauptstadt Dresden - Amt für Kultur und Denkmalschutz und Stadt Leipzig - Kulturamt.
Eine Produktion der shot AG im Rahmen des Impuls-Programms AUFTRIEB des LOFFT.Leipzig. Mit freundlicher Unterstützung von theater wrede+ Oldenburg "flausen - young artists in residence".

Das besondere Gastspiel


Fotos: Franziska Pilz 

Auszüge aus Pressestimmen 

Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unser Couchtisch nicht


Die shot AG Dresden präsentiert Beziehungskomik der besonderen Art

Ein Mann, ein Möbel, eine Frau. Worte, Müll, etliche Flaschen und unzählige Glücksversprechen aus der weltweiten Schlagerphilosophie, wenn der Regen fällt oder auch nicht. „Dam-dam“ stimmt immer. Der Mann heißt Wolfgang Boos und ist Schauspieler mit weit mehr als nur sportlich motivierten Bewegungstendenzen, ein Sprachtänzer ist er auf jeden Fall. Das Möbel ist ein Couchtisch, der hält was aus, es geht drüber und drunter und mehr noch, in verschiedenen Richtungen durch den Tisch hindurch. Die Frau heißt Nora Schott und ist Tänzerin, eine Meisterin der Bewegungsfiguren auf engstem Raum unter dem ausweglosen Zwang der Wiederholung. Der bewusste Couchtisch, das Möbel, steht fest und unverrückbar im Zentrum einer ansonsten leeren Bühne, eine Insel mitten in der zu den Rändern verschwimmenden Fläche im stimmigen Lichtdesign von John J. Gilmore. Johannes Beere hat Klänge geschaffen für diese knappe Stunde, die wie im Fluge vergeht, Ariane Thalheim verantwortet als Dramaturgin die Strenge und Klarheit dieser Beziehungstat auf engstem Raum, die nicht tödlich endet, sondern schlimmer noch: sie geht weiter. Die Stunde, die wir im Dresdner Socitaetstheater zu sehen und zu spüren bekommen, ist ein Ausschnitt, gerade lang genug, um uns das Lachen nicht ganz vergehen zu lassen. Was machen wir lieber, als im Theater zu lachen über jene Dinge, die uns ansonsten Angst machen, zahllose Situationen am Couchtisch gehören dazu. [...] Auf einmal ist Schluss. Sie ist weg, er macht weiter. Ein Mann, ein Möbel, keine Frau. Geht auch. Dam-dam.
7.10.2011 Tanznetz 

 

"Dam, dam, dam, dam" oder Einer, der zu dir hält
Nora Schott und Wolfgang Boos gelingt mit "schwarzer Vogel, roter Himmel" ein irres Körper-Wort-Geflecht

Da stehen zwei dicht beieinander auf einer Art Couchtisch mit einem "Unterbau" von Hockern. Und die Frau bewegt sich unentwegt, irgendwie abgewinkelt, zwanghaft, wie beim Schattenboxen. So, als würde sie ohne Ziel und Richtung, ohne Ausweg und Alternative gegen etwas Bedrohliches, Unausweichliches angehen. Und dabei doch immer nur ihren "Stern" umkreisen. Der Mann ist trotz Begrenztheit der "Insel" eher ausschweifend in der Körpersprache. Besonders aber in dem, was er in die Welt hinaus tönt. Er argumentiert mit Schlagertexten, die - im Kontext der Bewegung - von ihm in den Raum gespielt, zelebriert, zerfleddert, vorgeführt werden. [...] 
 Das Besondere an der Inszenierung ist, wie stimmig und dicht sich das Geflecht aus Bewegung und Worten entwickelt. Wo jeder weiß, dass es nur eine Schleife aus unzähligen Umkreisungen ist, sich die Momente immer wiederholen, die Hoffnung immer wieder abstirbt. Dafür finden sie beredte Bilder. [...] Eine wahrhaft sinnliche, intelligente Aufführung von knapp einer Stunde. Wo man nur hoffen kann, dass es weitere Vorstellungen geben wird. [...]
10.Oktober 2011, DNN

Mitwirkende

Choreografie: Nora Schott | Tanz: Cindy Hammer | Spiel: Wolfgang Boos | Komposition: Johannes Beere | Dramaturgie: Ariane Thalheim

Hinweis

shot AG

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