NUR NACHTS

Detail

NUR NACHTS

Eine Komödie

(Sibylle Berg)

Peter und Petra, beide Singles, aufgeschlossen, mit lebenspraktischem Verstand und gutem Einkommen, begegnen sich auf einer Party. Die nagende Sehnsucht nach Romantik und bedingungsloser Liebe haben sie endlich hinter sich gelassen. Oder kann man mit Mitte 40 noch einmal neu anfangen?
Doch da kommen sie, die alten Gespenster der Vergangenheit ...
Zwei Geister suchen beide heim, um ihren Heiratsplan zu hintertreiben. Und alles was sicher war, scheint in Frage gestellt.
Die Autorin Sibylle Berg, eine der auffälligsten im deutschsprachigen Raum, ist u.a. wegen ihres sezierenden Blicks und ihrer mutigen Sprache mehrfach preisgekrönt und heiß umstritten. In NUR NACHTS durchleuchtet sie mit melancholisch-komischem Blick die Sehnsüchte und Ängste, Träume und Alpträume der Mittvierziger.
"... eine sympathische Huldigung an die Liebe im etwas reiferen Alter, die sich eben manchmal sogar gegen alle Erwartungen und Vorurteile behauptet." DNN

zum vorletzten Mal


Fotos: Detlef Ulbrich | www.duks33.de 

Hier finden Sie auch einen Fernsehbeitrag über die Inszenierung von DresdenEins.TV. 

pressestimmen 

Warum mutig sein so lange dauert
Selbstironischer Blick auf die Mitvierziger in NUR NACHTS im Societaetstheater

[...] Die renommierte Schriftstellerin und Dramatikerin Sybille Berg schuf mit NUR NACHTS ein tragisch-komisches Stück, das durch bissige Sprache überzeugt. Beeindruckend ist die unkonventionelle Darstellung der früheren Erlebnisse durch die sarkastischen Gespenster. [...] Eine besonders treffende musikalische Begleitung des Stücks und das schillernde und zugleich skurrile Bühnenbild ergänzen die Kontraste zwischen den sehnsüchtigen Protagonisten und den bizarren Spukgestalten.
Oktober 2011 DRESDNER Kulturmagazin


Neuer Traum vom Glück ohne Ende
Die Dramaten spielen Sibylle Bergs "NUR NACHTS" im Societaetstheater

Die Sehhilfe auf dem Programmzettel wirkt wie eine Art Stereobrille, die den Raum vom Diesseits zum Jenseits öffnet, wo die grimmigen Geister hausen. Sonst stünden ganz einfach nur zwei Paare auf der kleinen Bühne im Societaetstheater und spielten die Geschichte von Sibylle Berg.
[...] Doch dann begegnen sich die beiden eines Abends in einer Disco und fangen an, den irren Traum von einem völlig neuen, gemeinsamen Leben zu träumen, von einem Glück ohne Ende.
Obwohl das normalerweise ganz von selbst mit einem Fiasko enden sollte, machen sich die von ganz oben bzw. von der Autorin beschworenen Geister daran, das Projekt nach besten Kräften zu hintertreiben. Sechs Nächte lang konfrontieren sie die Delinquenten mit gehabten oder künftigen Frustsituationen, von der Last des Kindererziehens über das Mobbing im Beruf, die wahren Freuden eines Seeurlaubs (der die Ost-Sozialisierung der Figuren enthüllt) bis zum Scheitern an sozialer Verantwortung oder in früheren Beziehungen. Das bietet nebenbei vielerlei Gelegenheit, satirisch zugespitzt den Geisteszustand der heutigen intellektuellen Bürgerwelt zu beschreiben [...] Es bleibt eine sympathische Huldigung an die Liebe im etwas reiferen Alter, die sich eben manchmal sogar gegen alle Erwartungen und Vorurteile behauptet.
10.09.2011 DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
 
Von der Einsamkeit des Single-Dasein
Das Societaetstheater zeigt mit „NUR NACHTS" die Welt der einsamen Herzen:
 
So sind sie, die Singles unserer Gesellschaft: einkommensstark, in gesetztem Alter, ohne Kinder lebend. Vielleicht ein wenig einsam. Genau so leben Petra und Peter (Kathleen Gaube und Wolfgang Boos) in dem neuen Stück „NUR NACHTS", welches im Societaetstheater gespielt wird. Auf einer Party lernen sie sich kennen. Und mit 45 Jahren geht es dabei gleich ums Ganze. Man will ja doch noch schnell glücklich werden. Autorin Sibylle Berg stattet ihre Singles mit einem erschütternd niedrigen Selbstbewusstsein aus. In dem jeweils anderen Partner sehen sie sich „selbst verfallen".
Lebensfreude bei Singles? Fehlanzeige. [...] Sogar die beiden Geister (Ramona Kunze-Libnow und Michael Heuser) geben da auf, die das neue Paar trennen wollten. Sie kehren in einem Jahr zurück. Dann kommt sicher das Kapitel Scheidung dran.
10.09.2011 Sächsische Zeitung

Mitwirkende

Regie: Volker Metzler | Spiel: Kathleen Gaube, Wolfgang Boos, Ramona Kunze-Libnow, Eric Brünner | Dramaturgie: Franziska Fuhlrott